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18.08.2017 - 05:42

Nach Brand in Zementwerk in Sbg: Ursache geklärt

08.05.2013, 08:43
Nach dem Großbrand im Zementwerk Leube in der Salzburger Gemeinde Grödig-Gartenau hat am Dienstag die Ursache geklärt werden können: Ein undichter Kompensator war Schuld an dem Feuer. Der - enorme - Sachschaden kann noch nicht genau beziffert werden.

Wie berichtet, war am Montagvormittag ein Lager mit Kohlestaub in Brand geraten. Es gab mehrere Verpuffungen. "Wir sind froh, dass alles so abgelaufen ist und wir den Brand rasch unter Kontrolle hatten. Unsere Taktik war die richtige", atmete Rudolf Wessely, Feuerwehrkommandant von Hallein, nach dem Silobrand auf.

Zu Spitzenzeiten waren rund 140 Einsatzkräfte von den Feuerwehren Hallein, Bad Dürrnberg, Niederalm, Grödig, Golling und der Berufsfeuerwehr Salzburg vor Ort. "Einmal gab es eine gewaltige Durchzündung. Die Flammen schlugen bis zu zehn Meter weit raus. Zum Glück standen wir rund 15 Meter weit weg. Dank unserer guten Schutzausrüstung ist uns nichts passiert", berichtete Wessely.

"Das Personal hätte ersticken können"

Am Abend nach dem Brand trafen Arbeiter einer Leipziger Firma, die den Kohlestaub verkauft, ein. Die Experten wachten die ganze Nacht mit neun Feuerwehrleuten aus Hallein und Niederalm vor dem Lager. Die Deutschen löschten noch ein paar Mal einzelne Glutnester ab und füllten das Depot noch einmal mit Stickstoff. "Unsere Leute führten immer wieder Messungen wegen des Stickstoffs durch. Das Personal hätte sonst ersticken können", erklärte Feuerwehr- Chef Wessely.

Enormer Sachschaden entstanden

Firmentechniker und Brandexperten suchten am Dienstag nach der Ursache für das Feuer. Bald stand fest, dass ein technischer Defekt in der Kohlestaubanlage Schuld war - ein Kompensator war undicht.

Der Schaden kann noch nicht beziffert werden, dürfte aber enorm sein. Bei dem Brand herrschte eine extreme Hitze von mehreren Hundert Grad. Dadurch platzte der Beton ab, und sogar Eisenträger verschoben sich.

"Aufgrund der Beschädigungen wird die Zementklinkerproduktion 14 Tage ausfallen", ließ die Firma via Aussendung wissen. Zu Lieferengpässen komme es aber vorerst nicht.

08.05.2013, 08:43
Iris Wind, Kronen Zeitung/red
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