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18.08.2017 - 19:15

Motorschaden wohl Ursache für Absturz im Pinzgau

06.05.2011, 11:36
Nach dem Absturz eines Ultra-Leichtflugzeuges im Salzburger Pinzgau unweit der Landesgrenze zu Tirol deutet vieles auf einen Motorschaden als Unglücksursache hin. "Drei Zeugen haben unabhängig voneinander beobachtet, dass der Flieger ohne Motorengeräusch von Hochfilzen Richtung Leogang hereingeflogen ist", sagte Albert Struber, der Leiter des Landeskriminalamtes. Zwei Menschen waren bei dem Absturz am Donnerstag ums Leben gekommen.

Der Pilot, ein 47- jähriger Mann aus Breitbrunn am Chiemsee in Bayern, dürfte diesen Zeugenaussagen zufolge offenbar noch eine Notlandung mit dem Leichtflugzeug des Typs Pioneer 200 versucht haben. Dabei streifte die Maschine, die von Schönberg am Chiemsee Richtung Zell am See unterwegs war, zunächst mehrere Baumwipfel, berührte in der Folge bei der Ortschaft Grießen die Oberleitung der ÖBB- Westbahnstrecke und stürzte auf eines der beiden Gleise. Der Flieger, der einer deutschen Flugschule mit Charterservice in Schnaitsee im Chiemgau gehört haben soll, ging sofort in Flammen auf.

Pilot funkte mehrmals "Mayday, Mayday"

Auch der Notruf, den der Pilot noch kurz vor dem Absturz um etwa 11 Uhr am Flugplatz Zell am See abgesetzt hatte, deutet auf ein technisches Gebrechen hin. Den genauen Inhalt dieses Funkspruchs konnte aber niemand verstehen, weil die Verbindung rasch abgerissen war, so Struber. Laut Christian Moser, dem Geschäftsführer des Flugplatzes Zell am See, hatte der Pilot noch die Buchstaben D und M (offenbar Teile seines deutschen Flugkennzeichens D- MJWF) durchgegeben und mehrfach aufgeregt "Mayday, Mayday" gerufen.

Die bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Insassen wurden noch am Donnerstagabend obduziert. Dabei wurde bei beiden ein Polytrauma als Todesursache festgestellt. "Sie sind nicht durch das Feuer gestorben", so ein Sprecher der Sicherheitsdirektion Salzburg. Die Identität des Piloten wurde noch am Donnerstag anhand eines bei der Absturzstelle gefundenen Rucksacks mit einem Ausweis des Mannes festgestellt. Beim zweiten Opfer dürfte es sich um eine ältere Verwandte des 47- Jährigen handeln.

Schienenersatzverkehr mit ÖBB- Post- Bussen

Die Westbahnstrecke war zwischen Leogang und Hochfilzen ab dem Unglückszeitpunkt viereinhalb Stunden gesperrt. "Es wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet", erklärte ÖBB- Sprecher Rene Zumtobel. Ein Streckengleis war um 15.25 Uhr wieder befahrbar. In den Abendstunden wurden dann beide Gleise für den Zugverkehr freigegeben.

Durch den Absturz des Ultraleichtflugzeuges ist die Fahrleitung der ÖBB auf rund 400 Meter Länge zumindest teilweise beschädigt worden. Die Oberleitung wurde nach unten gedrückt, an der Absturzstelle selbst ist sie gerissen. Mitarbeiter der ÖBB mussten die Leitung reparieren und wieder auf Normhöhe bringen.

Wrack zu Truppenübungsplatz abtransportiert

Die Österreichischen Bundesbahnen stellten für den Abtransport des zerstörten Fluggerätes ein Schienenfahrzeug mit Kran zur Verfügung. Die Wrackteile wurden auf einen Waggon gehoben und dann zum Bahnhof Hochfilzen transportiert. Dort verlud man sie in einen Lastwagen. "Das Wrack wird in einer Halle des Truppenübungsplatzes Hochfilzen eingelagert und dort untersucht", berichtete der Sprecher des Militärkommandos Salzburg, Gerald Gundl.

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