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24.08.2017 - 09:15
Minister Hans Peter Doskozil lässt den Verkauf noch einmal prüfen, bis dahin ist alles ausgesetzt.
Foto: Markus Tschepp

Minister stoppt den Teilverkauf von Kaserne!

15.04.2016, 09:39

Nach der vorläufigen Beibehaltung der Struckerkaserne in Tamsweg, nun die nächste - in Militärkreisen wenig überraschende - Nachricht, die alle vorherigen Pläne des glücklosen Ex- Verteidigungsministers Gerald Klug durchkreuzt.

Der neue Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) lässt den Verkauf der großen Teilfläche auf dem Areal der Schwarzenbergkaserne auf unbestimmte Zeit aussetzen: "Aus Sicht des Ministeriums ist ein Verkauf nicht sinnvoll, so lange die sicherheitspolitische Lage in Österreich und in der Welt nicht neu beurteilt ist. Da geht es um Flächen, die das Bundesheer brauchen könnte. Wenn sie einmal verkauft sind, dann sind sie weg", sagte sein Sprecher Oberst Michael Bauer am Donnerstagabend der "Krone".

Mögliche Terrorbedrohungen, Flüchtlingswelle und unsichere Zeiten lassen also den Verkauf der 110.000 Quadratmeter großen Fläche stoppen, der Kaufpreis lag bei 27,1 Millionen Euro. Geld, das das Verteidigungsministerium dringend braucht. Doch seit Übernahme von Doskozil weht ein anderer Wind - auch auf Druck der Landeshauptleute unter Vorsitz von Wilfried Haslauer. Der Minister selbst verkündete vor wenigen Tagen eine Finanzspritze von 1,3 Milliarden Euro für das Heer sowie den Erhalt der Militärmusik.

Bürgermeister kündigte an, nicht umzuwidmen

Freilich kann der Schritt auch mit dem Protest des Walser Bürgermeisters Joachim Maislinger zu tun haben, der partout erklärte, die Fläche nicht oder nur nach eingehender Prüfung für andere Zwecke umwidmen zu wollen. Bauer dazu: "Ich wüsste nicht, dass dieser Umstand ausschlaggebend für die Entscheidung war." Maislinger sprach damals von 1000 Wohnungen, die auf dem jetzt beinahe ungenutzten Teilareal möglich wären, der Bedarf stehe allerdings bei rund 100. Die Flachgauer Gemeinde braucht außerdem einen neuen Friedhof.

15.04.2016, 09:39
Michael Pichler, Kronen Zeitung/red
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