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16.08.2017 - 21:54
Wohnraum ist ein knappes Gut.
Foto: Stadt Salzburg/Schupfer (Symbolbild)

Mieter siedelten heuer weniger

03.10.2016, 09:00

Überraschende Entwicklung im städtischen Wohnen: Wie aus Zahlen des Ressorts jetzt bekannt wurde, gab es heuer weniger Freimeldungen bei den Wohnungen, für die die Stadt ein Einweisungsrecht hat, als in den Jahren zuvor. Einen Engpass wird es aber wohl nicht geben, 145 neue Wohnungen stehen vor der Fertigstellung.

Frei- oder Leermeldungen entstehen etwa, wenn ein Mieter verstirbt oder aus der Wohnung auszieht, was heuer um knapp 24 Prozent weniger der Fall war als noch im Vorjahr. Bislang sind in diesem Jahr "nur" 250 der durch das Amt zu vergebenden Wohnungen frei geworden. In dem Vergleichszeitraum 2015 waren es aber noch 308 Wohnungen, im Jahr zuvor sogar 315 Wohnungen - ein Plus von 26 Prozent. Ähnlich niedrig wie heuer waren die Leerstandsmeldungen zuletzt in den Jahren 2010 bis 2012. Rein rechnerisch würde das also für 2016 ein Fehlen von 50 bis 100 Wohnungen bedeuten. Die dafür ressortzuständige Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer (SPÖ) rechnet allerdings nicht mit einem Engpass, wie sie der "Krone" erklärt: "Diese Zahlen hängen auch immer mit dem verfügbaren Wohnraum zusammen. In Kürze werden nämlich wieder mehrere große Siedlungen dazukommen."

145 neue Wohnungen kommen in Kürze

Konkret geht es dabei um das Bauprojekt Bärgründe in der Berchtesgadener Straße im Stadtteil Gneis- Morzg, das Wohnprojekt in der Olivierstraße in Aigen und auch der nächste Bauteil in der Wohnanlage Strubergasse steht kurz vor der Fertigstellung. Mit 145 neuen und zusätzlichen Wohnungen kalkuliert die Stadt daher, die allerdings wohl nicht mehr dieses Jahr bezugsfertig sei n werden. NEOS- Klubobmann und Wohnungssprecher Dr. Sebastian Huber sorgt sich deswegen vor allem um die "Notfälle": Etwa Alleinerziehende mit kleinen Kindern brauchen auf jeden Fall rasch eine Wohnmöglichkeit. "Umso wichtiger ist es jetzt, dass die laufenden Bauprojekte, wie etwa die Gartenstadt Aigen, schnellstmöglich fertiggestellt werden", so Huber. Er schlägt einen parteiübergreifenden Wohnungsgipfel mit allen genossenschaftlichen Bauträgern vor.

Herausforderungen wandeln sich mit der Zeit

Eine große Herausforderung für den Wohnbau ist es zudem, aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen zeitnah in Beton zu gießen. Waren vor ein paar Jahren noch verstärkt eher Singlewohnungen in Salzburg nachgefragt, gibt es jetzt vor allem einen wachsenden Bedarf für Vier- und Fünfzimmerwohnungen für Großfamilien. Das betrifft besonders Patchwork- Familien, weil dort jeder Partner Kinder aus einer früheren Beziehung mitbringt, die ab einem gewissen Alter ein eigenes Zimmer benötigen.

03.10.2016, 09:00
Anna Dobler, Kronen Zeitung/red
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