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19.09.2017 - 14:13

Medikamenten- Kosten der GKK Salzburg sinken

07.12.2010, 10:57
Die von der Pharmaindustrie massiv bekämpfte Vereinbarung zwischen Salzburger Gebietskrankenkasse (SGKK) und Ärztekammer, Patienten das jeweils billigste Medikament zu verschreiben, wird dazu führen, dass die Arzneimittel-Ausgaben der SGKK heuer erstmals seit Langem nicht mehr steigen, sondern leicht zurückgehen. Bis Jahresende dürfte der vermehrte Einsatz von Generika eine Einsparung von rund 2,5 Millionen Euro bringen, so SGKK-Obmann Siegfried Schluckner am Dienstag.

Innerhalb von zehn Jahren sind die Medikamentenkosten der Salzburger Gebietskrankenkasse von 75 Millionen Euro (1999) auf 121 Millionen Euro (2009) gestiegen, jedes Jahr machte die Steigerung vier bis acht Prozent aus. Seit Anfang 2010 gilt nun die Vereinbarung mit der Ärzteschaft, dass diese bei gleicher therapeutischer Eignung von mehreren Medikamenten das jeweils kostengünstigere verordnen sollen.

Anteil der Generika inzwischen bei 50 Prozent

Und der finanzielle Erfolg stellte sich sofort ein: Im ersten Halbjahr sanken die Medikamentenkosten um 2,3 Prozent, zu Jahresende werde es zumindest noch ein Rückgang um einige Zehntel Prozent sein. Denn im Lauf des Jahres seien wieder etliche extrem teure Arzneimittel - vor allem bei der Krebstherapie - auf den Markt gekommen, so Schluckner. Ursprünglich hatte die SGKK mit einer jährlichen Einsparung von rund vier Millionen Euro gerechnet, wegen der neuen Medikamente dürften es im ersten Jahr letztlich etwa 2,5 Millionen Euro werden. Der Anteil der Generika an den insgesamt verschriebenen Arzneimitteln liegt laut Kassenobmann inzwischen knapp über 50 Prozent.

Pharmafirmen klagen gegen SGKK- Entscheidung

Die Interessengemeinschaft der heimischen Pharmafirmen (Pharmig) hatte von Anfang an gegen die Vereinbarung protestiert und im Sommer eine Klage gegen die SGKK wegen unlauteren Wettbewerbs eingebracht. Durch die Medikamentenvereinbarung entstehe ein Nachteil für die Patienten, weil sie nicht immer das geeignetste Medikament erhalten würden. "Das Wesentliche ist, dass man seitens der Salzburger Gebietskrankenkasse nicht vergleichbare Arzneimittel vergleicht und diese den Ärzten zur Verschreibung vorschreibt", sagte der Vertreter der Pharmig, Rechtsanwalt Karl Liebenwein, bei der ersten Tagsatzung am 1. Oktober. Der Prozess wird am 14. Jänner 2011 fortgesetzt und wird voraussichtlich durch alle Instanzen gehen, weil der Ausgang für alle österreichischen Krankenkassen richtungsweisend ist.

Die anderen Krankenkassen bedienen sich zur Senkung der Medikamentenkosten des sogenannten Öko- Tools des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger, mit dem die Ärzte auf ihrem Computer die Preise aller wirkstoffgleichen Medikamente vergleichen können. Der Arzt bekommt dann eine Auflistung, wie viel er verschrieben hat, und wenn er eine bestimmte Bandbreite überschreitet, wird das ein Mitarbeiter der Sozialversicherung mit ihm besprechen. Sanktionen gibt es dafür aber noch nicht.

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