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30.05.2017 - 06:05
Größere Insolvenz 2016: Das Aluwerk in Lend wird zugesperrt, 83 Mitarbeiter bangen um den Job.
Foto: Gerhard Schiel

Management- Fehler und Preisdruck führen in Pleite

01.02.2017, 07:22

Mehr Firmenpleiten, dafür weniger Privatkonkurse - so lässt sich knapp die Salzburger Insolvenzstatistik für das Jahr 2016 laut Creditreformverband zusammen fassen. Auffallend: Bei der Rate - also bei der Anzahl der Betriebskonkurse je 1000 Unternehmen - schneidet Salzburg schlecht ab, hat hinter Wien die zweithöchste.

Das Ticketbüro Polzer, die Aluminium Lend GmbH, die Business- School in St. Gilgen oder der Erotikhändler Secret Factory in Bergheim mit 130 Mitarbeitern - nur einige Beispiele von Insolvenzanträgen in Salzburg im Vorjahr. Die Bilanz des Creditreform- Verbands zeigt: In Salzburg hat die Zahl der Firmenpleiten im vergangenen Jahr zugenommen. 429 gelistete Konkurse bedeuten um 40 Fälle mehr als  im Jahr 2015 (+10,3 Prozent).

Mit 12,5 Pleiten auf je 1000 Unternehmen ist auch die so genannte "Insolvenzbetroffenheit" im Österreichvergleich hoch. Das heißt: Salzburg ist ein wirtschaftlich schwieriger Boden für Start- Ups und Ich- AGs. "Das abgelaufene Jahr war geprägt von Klein- und Kleinstinsolvenzen aus den üblichen Branchen wie Bauwesen, Transportwesen und Gastronomie", weiß Creditreform- Chef Gerhard Weinhofer. Gründe dafür sind oft Management- Fehler, Preisdruck im Wettbewerb oder mangelndes Kapital.

Immerhin: Weniger Privatkonkurse

Nur auf den ersten Blick erfreulich: Die Zahl der Privatkonkurse ist um knapp 8 Prozent auf 419 Fälle gesunken. Weinhofer: "Weniger gab es zuletzt 2007!" Die Gründe: Scheidung, gescheiterte Selbstständigkeit oder Verlust des Arbeitsplatzes. Gerade letzterer erschwert Betroffenen oft einen Neustart durch eine Entschuldung mittels Zahlungsplan.

MAX GRILL, Kronen Zeitung

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