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26.09.2017 - 14:05
Foto: Andreas Tröster

M- real kassierte kurz vor Ende noch Subventionen

19.06.2009, 09:24
Knalleffekt um die Halleiner Papierfabrik: Noch im Vorjahr, als intern schon längst über das Ende der Produktion beraten wurde, hat der Betrieb noch schnell eine satte Subvention vom Land kassiert. Exakt 14.900 Euro flossen für die "Betriebliche Forschung" – nachzulesen ist das im brandneuen Subventionsbericht des Landes.

"Ich habe meinen Augen nicht getraut, als ich es erstmals gelesen habe", erklärt FPÖ- Klubchef Karl Schnell. Doch es ist korrekt: Auf Seite 40 im neuen Subventionsbericht ist nachzulesen, dass 2008 auch die Halleiner Papierfabrik unter den Empfängern von Zuschüssen des Landes gewesen ist. Exakt 14.900 Euro überwies das Land als "Innovations- und Forschungsförderung" an die M- real Hallein GmbH. Genauer Titel: "Betriebliche Forschung"

Verhandlungen mit Südafrika liefen schon

Zur Erinnerung: M- real ließ sich in Salzburg diesen Zuschuss aus Steuergeld bezahlen. Zugleich verhandelte der Konzern schon mit Sappi aus Südafrika, um den Papiermarkt neu aufzuteilen und die Preise zu heben. Die EU segnete das Mega- Geschäft ab – und unterschrieb damit das Todesurteil für die Halleiner Papierfabrik und 485 Arbeitsplätze.

Rausgeworfenes Geld

Schnell: "Das ist mehr als unmoralisch, was sich dieser Konzern geleistet hat. Einerseits die Hand aufhalten, daneben aber schon übers Zusperren nachdenken." Fürs Land "war das rausgeworfenes Geld, das als Gewinn in einer Bilanz untergegangen ist und kein bisserl zur Rettung der Arbeitsplätze beigetragen hat", beklagt der freiheitliche Klubobmann. Ihn ärgert "vor allem der Zeitpunkt, an dem die Subvention beantragt wurde. Das ist eine echte Verhöhnung der Steuerzahler bei uns."

Subventionen sollen zurückgefordert werden können

Auch die FPÖ möchte erreichen, dass Landes- Subventionen an Firmen verbüchert werden, um sie zurückzufordern, wenn ein Betrieb absiedelt oder zusperrt. So einen Antrag hat die SP im Landtag schon gestellt: "So könnten wir einige Tricksereien verhindern", rechnet Klubchef Roland Meisl.

von Robert Redtenbacher, Kronen Zeitung

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