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28.06.2017 - 13:10
Der letzte Winter, bevor sich hoch über Bad Hofgastein einiges ändert.
Foto: Gerhard Schiel

LIFTing für Schlossalm: Berg bekommt neues Gesicht

06.02.2017, 23:44

Dass ein Skigebiet 85 Millionen Euro investiert, ist in Salzburg fast schon "normal". Dass so etwas in nur zwei Jahren passiert und einen ganzen Berg verändert, das ist schon außergewöhnlich. Die "Krone" ging mit Vorstand Franz Schafflinger noch einmal auf der Schlossalm Skifahren, bevor alles anders und moderner wird.

"LIFTing" ist  treffend, denn  wie beim Schönheitschirurgen sind es viele, gezielte Schnitte, die der Schlossalm ein völlig neues, frisches Gesicht verpassen werden. "Zwei Sessellifte kommen weg, einer wird ersetzt, die Schrägbahn wird durch eine 10er- Gondel abgelöst, sie führt dann bis zur Bergstation. Dazu ein Speicherteich, eine moderne Bergstation mit Skywalk zwischen den Stationen und neue Gastronomie sowie freie und großzügig angelegte Pisten, 20 Hektar kommen dazu, 100 Prozent beschneit", fasst Vorstand Franz Schafflinger zusammen (Überblick unten). Was in Sekunden aufgezählt ist, brauchte ein Jahrzehnt, bis man loslegen konnte.

Startschuss für die Vorarbeiten ist heuer  nach der bisher erfolgreichen Skisaison. 2018 muss alles ineinander greifen, damit man termingerecht und gleichzeitig fertig ist. Im Winter 2018/19 wird der Großteil erledigt sein. "Für uns ist das ein Quantensprung, wir  sind ziemlich aufgeregt und voller Vorfreude zugleich", sagt Hans Scharfetter  jener Mann, der in Salzburg die Politik  als Landtagsabgeordneter  und  Tourismus  als Hüttenwirt   unter einen Hut bringt wie kein anderer. Selbst ein Laie kann sich vorstellen, was so ein Mega- Projekt an Behördengängen erfordert. Doch Franz Schafflinger gewinnt  diesem zermürbenden Prozess etwas Positives ab: "Das UVP- Verfahren hat dazu geführt, dass ein schlüssiges Gesamtkonzept entstanden ist. Wir hatten sieben Varianten zur Auswahl." Außerdem haben die Schlossalmbahnen die Bevölkerung von Anfang an mit eingebunden, "es ist irgendwie das Baby von uns allen", schmunzelt Schafflinger.

Das erklärt auch, warum die Bürgerbeteiligung abgegangen ist wie eine Rakete. Innerhalb von nur zwei Tagen waren unglaubliche 1,5 Millionen Euro erreicht. Dann ging man wegen der gesetzlichen Obergrenze dazu über, Gutscheine im Vorverkauf abzugeben. Auch das brachte bisher schon über eine Million Euro ein  die "Krone" hat ausführlich berichtet. Dabei haben die Bad Hofgasteiner alle Hürden genommen, die nur irgendwie im Weg waren  nicht nur bei den Behörden. "Wir müssen ja über die Tauernbahn und die Straße, außerdem Strommasten teilweise versetzen und überwinden", erklären die Planer. Straße, Gleise, Stromleitungen  unkompliziert ist was anderes. Dazu kommt der Pistenbau, der an einer Stelle massiv sein wird, um einen Steilhang zu entschärfen.

Gesamt- Investitionen über 130 Millionen
Bis zur Mittelstation gibt es drei Achsen, ab da bis ins Tal zwei. Und: Bad Hofgastein denkt voraus und ist nach dem "LIFTing" weltcuptauglich. "Die Voraussetzungen für Super G und Riesentorlauf werden da sein, man weiß ja nie", so Schafflinger. Auch an den viel zitierten Klimawandel hat man gedacht, nicht nur mit der Voll- Beschneiung und den Speicherteich (150.000 Kubikmeter). "Von der Mittelstation führen Luftseilbahn und neue Gondel wie ein ,V’ auf den Berg." Das erhöht die Kapazitäten in höheren, schneesicheren  Lagen, denn das Ziel ist klar definiert: Die "Skier Days" sollen durch die Neuerungen von jetzt 850.000 auf zirka eine Million hinauf geschraubt werden. Die Gesamt- Investitionen dafür in den nächsten zehn Jahren: 131 Millionen Euro!

Abgeordneter Hans Scharfetter mit seinen Geschwistern Heidi und Andreas.
Foto: Gerhard Schiel

Melanie Hutter, Kronen Zeitung

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