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20.08.2017 - 23:50
Foto: APA/BARBARA GINDL

LH- Burgstaller klar für Volksbefragung zur Wehrpflicht

05.10.2010, 18:48
Auch die Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller ist für eine Volksbefragung zum Thema Wehrpflicht. Burgstaller, die in der SPÖ besonderen Einfluss hat, unterstützt damit den Vorschlag von Wiens Bürgermeister Michael Häupl (siehe Infobox). Im "Krone"-Interview stellt sie auch klar, wie in Zukunft die wichtige Arbeit in den sozialen Einrichtungen (bisher Zivildienst) laufen soll.

"Krone": Frau Magister Burgstaller, wie erleben Sie bei den vielen Besuchen in den Gemeinden die Debatte über die Abschaffung der Wehrpflicht mit?
Gabi Burgstaller: Ich werde von den Menschen darauf angesprochen, vor allem unter den Jugendlichen ist es ein ganz großes Thema. Daher halte ich es für ganz richtig, diese Diskussion zu führen.

"Krone": Bürgermeister Häupl hat in der "Krone" eine Volksbefragung vorgeschlagen.
Burgstaller: So ist es! Die Wehrpflicht ist eine Säule unseres Staats und sie kann daher nur durch eine demokratische Volksbefragung abgeschafft werden.

"Krone": Beim Bundesheer geht es auch um Einsparungen.
Burgstaller: Viele Fragen sich in diesen Tagen, warum es so einen Riesenapparat rund um den Präsenzdienst braucht. Das Heer muss schlagkräftig sein. Vor allem die wirklich hervorragende Hilfe im Katastrophenfall soll auch in Zukunft gewährleistet sein.

"Krone": Da kommen wir schon zum Zivildienst. Viele Organisationen würden ohne diese Hilfe zusammenbrechen.
Burgstaller: Eines ist klar: Es braucht einen Ersatz für den Zivildienst. Ich könnte mir eine freiwillige soziale Zeit vorstellen. Vor allem die Rettungsdienste und die Seniorenbetreuung sind ja ohne die Zivildiener nicht mehr zu führen.

"Krone": Das wird vermutlich auch viel Geld kosten.
Burgstaller: Natürlich, es ist ja gerecht, wenn wir für solche Leistungen ein Entgelt bezahlen. Ich möchte den jungen Menschen Perspektiven geben. Zum Beispiel ein anrechenbares System.

"Krone": Wie könnte dieses in der Praxis funktionieren?
Burgstaller: Wer etwa beim Roten Kreuz Sanitätsdienste verrichtet und dann Medizin studiert, der sollte schon einen Vorteil haben.

"Krone": Wir haben in Österreich die Mindestsicherung eingeführt, Sie und Ihre Sozial- Landesrätin Erika Scharer waren Vorkämpfer...
Burgstaller: ...und das ist auch mein Vorschlag, den ich in die Diskussion einbringe. Dieses freiwillige soziale Jahr - auf die Dauer will ich mich nicht festlegen - soll in der Höhe der Mindestsicherung vergütet werden.

"Krone": Es geht aber nicht nur ums Geld?
Burgstaller: So eine soziale Arbeit ist wertvoll für die eigene Entwicklung. Ich halte die Diskussion über verschiedene Modelle für richtig. Wir brauchen einen klugen Ersatz für die Wehrpflicht - und darüber soll das Volk entscheiden.

von Hans Peter Hasenöhrl, Kronen Zeitung

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