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24.09.2017 - 04:01
Foto: Uta Rojsek-Wiedergut

Lawinengefahr am Salzburger Hausberg

29.09.2009, 03:37
Nach Sturmtief „Kyrill“ hat am Gaisberg der Borkenkäfer gewütet. Die geknickten Bäume lieferten dem Schädling Nahrung im Überfluss. Um der Plage Herr zu werden, mussten 1.500 Fichten geschlägert werden. Die kahlen Stellen sind auch von der Stadt aus sichtbar und bergen für den Winter eine große Gefahr.

Bürgermeister Heinz Schaden ist ein großer Gaisberg- Fan, radelt selbst bei Wind, Wetter und sogar Schneetreiben gern hinauf auf den Hausberg der Salzburger. „Gerade deshalb lässt mich die Situation da oben nicht kalt“, sagt Schaden.

Nachdem Sturmtief „Kyrill“ im Jänner 2007 die Stämme wie Streichhölzer geknickt hatte, machte sich der Borkenkäfer auf den Hängen breit. Im Naturwaldreservat zwischen Gipfel und Kapaunwand mussten diesen Sommer 1.500 Fichten gefällt werden, um der rasanten Ausbreitung der Schädlinge endlich Einhalt zu gebieten. Die kahlen Stellen sind seither weithin sichtbar.

Bäume als Schneebremse

Zwar ließ man ein Meter hohe Baumstümpfe als Schneebremse stehen. „Dennoch fehlt jetzt der Schutzwald, da müssen wir vorbeugen“, sagt Bürgermeister Schaden, der am Montag die Stadtregierung mit dem Thema befasste.

„Wir haben die Magistratsdirektion und die zuständigen Abteilungen beauftragt, die Lage zu sondieren“, berichtet Schaden. Auch Experten der Wildbach- und Lawinenverbauung werden beigezogen. „Dann werden wir entscheiden, wie und wo wir reagieren müssen.“

Wie groß die Gefahr von Lawinen ist, zeigte der letzte Winter. „Da hatten wir bis zu 3,5 Meter Schnee“, weiß Zistlwirt Michael Hauser.

Symbolbild

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