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18.08.2017 - 21:03
Foto: Jürgen Radspieler (Symbolbild)

Land will zwei Drittel der Ölheizungen ersetzen

25.11.2015, 06:41
Zwei Drittel der über 30 Jahre alten Ölheizungen will das Land bis 2020 ersetzen, um die gesteckten Klimaziele zu erreichen. Doch der Einsatz von Pellets, Solarenergie und Fernwärme ist besonders in ländlichen Gebieten oft nicht machbar. An ein generelles Verbot von Ölheizungen sei nicht gedacht, so LH-Vize Astrid Rössler.

In Dänemark sind Ölheizungen bereits seit 2013 verboten, auch in Salzburg überlegt man - viele Hausbesitzer sind verunsichert, vor allem in abgelegenen Siedlungsgebieten, die nicht per Fernwärme versorgt werden können. Landes- Vize Astrid Rössler aber beruhigt: An eine generelles Verbot von Ölheizungen bis zu Jahr 2020 sei nicht gedacht, vielmehr wolle man verstärkt alte Anlagen durch neue Technologien ersetzen. 800 Millionen Euro kostet Salzburg jährlich der Import fossiler Brennstoffe wie Erdöl und Erdgas. Unter den Luftverschmutzern ist der Verkehr mit 48% Hauptverursacher von CO2- Emissionen, je 21 % entfallen auf Industrie und Heizungsanlagen. Gerade im ländlichen Raum ist dabei der Anteil an Ölheizungen höher als in der Stadt Salzburg oder im Flachgau (bis zu 40%): Er liegt im Pongau und Pinzgau bei 50 bis 60%, nur der Lungau hat dank der Sonnenstunden und der Nutzung der Solarenergie einen noch niedrigeren Öl- Heizungsanteil: 20- 30%.

Landeshauptmann- Stellvertreterin Dr. Astrid Rössler hat sich im Masterplan 2020 ehrgeizige Ziele gesteckt: "Es geht darum, fossile Brennstoffe bei Mobilität, Raumheizungen und der Warmwasseraufbereitung zurück zu drängen, um die Klimaziele zu erreichen." Auch die Mineralölwirtschaft bietet deshalb beim Tausch einer alten gegen eine neue Anlage einen 3.000 Euro- Bonus beim Einbau eines Ölkessels an, sie will damit den Trend zu alternativen Energien bremsen.

Oft keine Alternativen zu Öl

Doch oft gibt es zum Öl keine Alternativen, auch wegen der Kosten. Dazu kommt, dass etwa Pellets nicht nur mit relativ hohen Kosten pro Heizsaison (3.040 € pro Einfamilienhaus) zu Buche schlagen, sondern auch um 2.228% mehr Feinstaub als als eine moderne Ölheizung erzeugen, auch Stickoxide nehmen bei Pellets um 169,1 % zu. Heizöl extra leicht kostet pro Heizsaison im Einfamilienhaus momentan nur günstige 2.084 €. Nur Erdgas (2.355 €) oder Flüssiggas (2.283€) können preislich mit dem Öl mithalten. Claudia Schröder aus Puch heizt mit Öl, sagt zum Vorstoß von Astrid Rössler: "Ich bin erstaunt, weil vieles hier einseitig gesehen wird: Fernwärme - das klingt magisch, ist aber oft ein Etikettenschwindel, denn sie wird ja oft aus fossilen Brennstoffen erzeugt. Mit einer eigenen Heizung im Haus bin ich autark und unabhängig."

25.11.2015, 06:41
Wolfgang Weber, Kronen Zeitung/red
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