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18.08.2017 - 17:22
Ausgestanden ist die Asyl-Krise noch nicht, trotzdem entspannt sich die Situation zunehmend.
Foto: Markus Tschepp

Land bestätigt: "Der Druck hat nachgelassen!"

27.05.2016, 08:33

Erstmals vorsichtiges Aufatmen bei der Landesregierung seit dem Ausbruch der Asyl- Krise: Der Druck bei der Unterbringung hat nachgelassen. Bundesweit werden sogar schon Betreuungsplätze abgebaut. Soweit will man zwar in Salzburg noch nicht gehen, aber es scheint, als sei das größte Asyl- Chaos inzwischen bewältigt.

Laut einer aktuellen Erhebung der Landesregierung, die der "Krone" vorliegt, leben momentan in Salzburg 4905 Personen in Asylquartieren. Österreichweit beantragen laut dem Innenministerium aktuell zwischen 700 und 1000 Flüchtlinge pro Woche Asyl. In Spitzenzeiten der Krise waren es pro Tag (!) alleine rund 300 Anträge. Kein Wunder also, dass der Bund zuletzt seine Betreuungsplätze sogar abgebaut hat. Zwar gibt es laut Landesregierung in Salzburg weiterhin noch einen Bedarf an Unterbringungsmöglichkeiten, allerdings nicht mehr so massiv, wie es noch vor einigen Monaten der Fall war. "Der Druck bei der Unterbringung hat nachgelassen", erklärte die zuständige Landesrätin Martina Berthold (Grüne) erstmals seit dem Ausbruch der Krise jetzt gegenüber der "Krone". Das lässt hoffen.

Mehr Gemeinden schließen sich an

Mit ein Grund für die positive Entwicklung: Immer mehr Salzburger Gemeinden erklären sich dazu bereit, Flüchtlinge bei sich aufzunehmen. Waren es Ende 2015 noch 77 Gemeinden, die Asylsuchende bei sich beherbergt haben, ist die Zahl zwischenzeitlich auf 88 angestiegen. Was der Landesrätin ein besonderes Anliegen ist: Die frühzeitige und schnelle Integration der Flüchtlinge in die Gesellschaft.

Ihre Hoffnung beruht dabei auf mehrere übergreifende Integrationsprogramme:
-) HEROES Projekt: Junge Männer mit Migrationshintergrund werden zu Botschaftern für eine Gleichberechtigung der Geschlechter ausgebildet.
-) Neue Plattform EXIT B: Beratung gegen alle Formen der Radikalisierung sowie Ausstiegsunterstützung.
-) Besonders intensive Betreuung von rund 300 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in den Landesquartieren.
-) Pilotprojekt mit der Ärztekammer: Telefondolmetscher für rund 30 niedergelassene Ärzte landesweit.
-) Unterstützung für anerkannte Flüchtlinge bei der Wohnungssuche, zuletzt im Innergebirg ausgebaut.
-)Rund 10 Sprachhelfer für die Arbeit in Schulen.
-) Unterstützung der Gemeinden bei Regeln in Freibädern. Wie schon in der Stadt, werden jetzt auch in allen Gemeinden Piktogramme angebracht.

27.05.2016, 08:33
Anna Dobler, Kronen Zeitung/red
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