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26.04.2017 - 14:34
5-Euro-Bau in Schwaz: Für 18 Wohnungen gibt es 14 Parkplätze, die extra zum Mieten sind.
Foto: Neue Heimat Tirol

Kein Keller und Lift für 5 Euro

21.04.2017, 05:30

Ist das die Revolution im sozialen Wohnbau? In Schwaz eröffnete die Wohnbaugesellschaft Neue Heimat Tirol ihren ersten "5- Euro- Wohnbau" mit 18 Wohnungen. Der Vorteil: 50 Quadratmeter gibt es für unschlagbare 250 Euro, Betriebs- und Heizkosten inklusive. Der Nachteil: Es gibt keinen Keller und Lift, den Parkplatz extra.

Das Projekt ist österreichweit beachtet, Kitzbühel zieht bereits nach. In nur 15 Monaten errichtete die Neue Heimat Tirol 18 Wohnungen in Schwaz mit einem Mietpreis von 5 Euro/qm warm für Zwei- und Dreizimmerwohnungen um 2,4 Millionen Euro: "So ermöglichen wir auch Wohnungssuchenden mit geringem Einkommen den Zugang zu leistbarem Wohnraum", verkündete Landeschef Platter.

Doch wie geht das? Die Gemeinde muss zunächst den Baugrund billiger hergeben, dann wird bei der Ausstattung gespart. Für die 18 Wohneinheiten gibt es 14 Parkplätze, die extra gemietet werden müssen. Keller, Lift und Tiefgarage? Fehlanzeige. Die Grundrisse werden so einfach wie möglich gehalten, beim Material wird das günstigste verwendet, ebenso bei der Haustechnik. Das Haus verfügt aber über einen Passivhausstandard. Bei den Außenanlagen wird das Notwendigste gebaut. Dafür sind Betriebs- und Heizkosten in der Miete inkludiert, eine 80 qm Wohnung kostet so 400 Euro im Monat. Am freien Markt sind hier schon über 1000 Euro je nach Lage fällig - meist noch ohne Heizung.

500 bis 700 Wohnungen geplant

Neben den Gemeinden sollen auch Private und die Kirche mithelfen, passende Grundstücke billig bereit zu stellen. 500 bis 700 Wohnungen plant das Land Tirol in diesem Format, dafür gibt es auch extra Geld aus der Wohnbauförderung.

Das Modell sorgte in Salzburg für Aufsehen, eine Arbeitsgruppe in der Wohnbauabteilung prüfte, ob ähnliche Möglichkeiten bestehen. Auf 5 Euro/qm kamen die Beamten aber nicht.

LR Hans Mayr wird im Juni mit Vertretern des Landtags und der Gemeinnützigen nach Schwaz fahren, um sich den Wohnbau anzusehen.

Michael Pichler, Kronen Zeitung

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