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18.08.2017 - 19:10
Sein "eRockit" machte Hannes Valenta unfreiwillig berühmt
Foto: Killer

Ich bin der "Tempo 80- Radler"

10.08.2017, 09:43

Dieses Handy- Video schlägt hohe Wellen: Ein tollkühner Radler brettert bei Tempo 80 über die A1. Während Autos und Laster an ihm vorbei ziehen, tritt er kräftig in die Pedale. Ist das überhaupt erlaubt? In der "Krone" spricht jetzt der Mann, der als "gelber Radler" im Internet und auf der Straße für Aufsehen sorgt.

Derzeit kursiert in den sozialen Medien ein Handy- Video, das einen Radler mit quietschgelber Jacke und Helm auf der Stadtautobahn zeigt. Seelenruhig strampelt er auf den Aufnahmen mit rund 80 km/h vorbei an Autos und Laster. Ist der lebensmüde? Und ist das überhaupt legal? Das fragen Facebook- Freunde der "Krone" in Tausenden Kommentaren unter dem Video, das über 120.000 Aufrufe verzeichnet.

"Alles rechtens", erklärt Hannes Valenta (47) aus Hof lachend gegenüber der "Krone" und gibt sich als der "Radler in gelb" zu erkennen. Sein Gefährt ist nämlich gar kein Fahrrad im klassischen Sinn, sondern ein eRockit - mit dem er auch ganz legal auf der Autobahn kurven darf. "Es vermittelt durch seine Pedale das Gefühl eines Fahrrads, aber es wird mit einer überdimensionierten Batterie und einem Motor betrieben und dadurch hat es mehr Gewicht und einen stärkeren Rahmen." Bis zu 90 km/h bringt so ein Bike mit seinen 12 PS auf den Tacho. Der Tritt in die Pedale treibt einen Generator an, der während der Fahrt zusätzlichen Strom an die Akkus und damit Energie für den Antrieb liefert.

Valenta selbst organisiert seit ein paar Jahren über seine Firma LPV einen österreichweiten Vertrieb für die eRockits, die mittlerweile unter dem Namen Gulas geführt werden und ursprünglich aus Deutschland stammen. Dass er mit seinem ungewöhnlichen Gefährt auffällt, daran hat er sich gewöhnt: "Es kommt oft vor, dass mich Fahrer mit ihren Handys fotografieren, wenn ich auf der Autobahn unterwegs bin. Aber wenn sie sehen, dass ich ein Nummerntaferl hinten drauf hab, legt sich die Aufregung wieder."

Das sei seiner Meinung nach auf der Grund, warum sich das Video zum Klickhit im Internet entwickelt hat: Das Nummerntaferl ist darauf nämlich kaum zu erkennen, so dass viele annehmen, dass sich da tatsächlich ein Radler verbotenerweise auf die Autobahn verirrt hat.

Und damit sind sie nicht alleine, wie Valenta verrät: Sogar die Polizei traute vor rund zwei Monaten ihren Augen kaum und bremste ihn auf der A1 aus: "Nachdem ich den Beamten aber Zulassungsschein und Vignette gezeigt habe, durfte ich wieder weiter fahren."

Die Facebook- Nutzer jedenfalls amüsieren sich prächtig über das Video. Einer kommentierte etwa: "Der 80er auf der Autobahn hat durchaus Vorteile: ein neuer Radweg von Salzburg Nord bis Mitte."

Wer es noch nicht gesehen hat: Das Video in voller Länge ist auf der Facebook- Seite "Krone Salzburg" zu finden.

Anna Dobler, Kronen Zeitung

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