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22.08.2017 - 12:58
Für die Feuerwehrmänner aus dem Pongau hieß es aufräumen.
Foto: FF Bad Hofgastein

Holzzaun bohrte sich in Auto

28.04.2017, 07:55

Keine Überlebenschance hatte ein 25- jähriger Einheimischer in der Nacht zum Donnerstag bei einem schrecklichen Unfall in Gastein. Der Autolenker war auf Höhe des Weitmooser Schlössls von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Holzzaun geprallt. Mehrere Querstreben bohrten sich in die Windschutzscheibe.

Der junge Mann, der erst vor wenigen Tagen seinen 25. Geburtstag gefeiert hatte, war auf dem Nachhauseweg Richtung Bad Hofgastein, als es kurz nach Mitternacht zu dem schlimmen Unfall kam. Der Lenker verlor aus bisher noch unbekannter Ursache in einer leichten Rechtskurve auf der nassen Gasteiner Bundesstraße die Kontrolle über seinen Alfa Romeo 159. Der Wagen geriet auf die Gegenfahrbahn, prallte gegen einen Holzzaun und mähte diesen auf 60 Metern nieder. Dabei bohrten sich gleich mehrere Querstreben durch die Windschutzscheibe ins Wageninnere. Das Wrack stoppte bei einem Verkehrsschild und drehte sich noch um 180 Grad und landete schließlich auf einer Auffahrt zur Bundesstraße.

Die Unfallstelle bei Tageslicht.
Foto: FF Bad Hofgastein

Gegen 0.30 Uhr riefen nachkommende Lenker, die das Wrack entdeckten, Hilfe. Feuerwehr, Notarzt und Polizei rückten umgehend aus. Doch für den 25- Jährigen gab es keine Rettung mehr. Er erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Kopfverletzungen. Anfangs war noch unklar, ob es sich beim Opfer auch um den Autobesitzer handelt. Daher mussten die Angehörigen den Verunglückten identifizieren. Das war für sie natürlich besonders schlimm. Ein Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes stand der Familie daher die ganze Zeit zur Seite. Um die exakte Todesursache klären zu können, wurde auch noch eine Obduktion an der Gerichtsmedizin in Salzburg angeordnet.

Sachverständiger soll für Aufklärung sorgen

Zudem soll der Kfz- Sachverständige Gerhard Kronreif klären, wie es zum Unfall kommen konnte. In der Nacht hatte es stark geregnet. "An der Unfallstelle sind 80 km/h erlaubt. Ich habe die Spuren vermessen und fotografiert. Das Wrack ist sichergestellt. Ich muss klären, wie schnell der Fahrer unterwegs war und ob beim Auto etwas nicht gepasst hat. Dann wird auch noch geschaut, ob eventuell ein zweites Fahrzeug beteiligt war", erläutert Gerhard Kronreif.

Manuela Kappes, Kronen Zeitung

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