Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
22.09.2017 - 03:01
Foto: Andreas Kreuzhuber

Hochwasserschutz und Zugeständnisse an die Fischer

23.06.2010, 10:23
Am zweiten Tag im Verhandlungsmarathon um das Kraftwerk Stegenwald haben am Dienstagvormittag Planer, Fischer und Grundbesitzer direkt an der Salzach über die Anlage diskutiert. Der Landesfischereiverband brachte eine fünf Seiten lange Stellungnahme ein. Und für den Hochwasserschutz werden teure Sperren gefordert.

"Sie bemühen sich, das muss man ihnen zugestehen. Aber ein Kraftwerk bleibt eine Wunde in der Natur", lässt sich Josef Nothdurfter vom Fischereiverband von seiner Position nicht abbringen. Eine fünf Seiten lange Reaktion unterstreicht das.

Dienstag früh marschierten zwei Gruppen direkt ans Salzachufer und diskutierten über die Zukunft der Flusslandschaft. Positiv sahen alle: Die Kraftwerksplaner wollen den Fischen in einem Nebengewässer zusätzlichen Raum fürs Laichen geben.

Eine Umweltprüfung ist jedoch nicht notwendig, weil die Leistung knapp unter einem dafür notwendigen Grenzwert liegt. "Wir umgehen das nicht. Die Leistung ergibt sich aus den natürlichen Begebenheiten", betont der Verbund wieder. Auch Zufluss gibt es mit dem Blümbach zwischen Pfarrwerfen und Stegenwald nur einen einzigen. Für Umweltschützer bleibt das Kraftwerk trotzdem ein viel zu gravierender Einschnitt in die Natur bei kleinem Nutzen.

Zusätzliche Hochwassersperren werden gebaut

Die Planer wälzten bis Dienstagabend ihre Aktenordner und Gutachter brachten ihre Erkenntnisse vor. Kritischer Punkt: Wildbach- und Lawinenverbauung verhandelten mit dem Verbund hart um zusätzliche, teure Sperren, die bei Hochwasser Holz und Erdmaterial zurückhalten sollen. "Wir übernehmen das jetzt", gab Projektleiter Hans Schimpf schließlich nach.

Werfens Bürgermeister Franz Meißl war am Montag im Verhandlungssaal: "Ich kann nur wiederholen, dass die Stimmung sehr positiv ist. Auch für die Fischer wird ja viel unternommen." Ausständig sind nach den Verhandlungen um das Wasserrecht noch der Naturschutz und das Forstrecht.

von Sabine Salzmann, Kronen Zeitung
Bild: Projektleiter Hans Schimpf mit Anraineranwältin Stefanie Lugger

Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum