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25.09.2017 - 14:24
Foto: APA/Barbara Gindl

Hochsaison für Pollerschwindel in der Altstadt

17.08.2010, 09:07
An die Unfälle mit den Altstadt-Pollern hat man sich beinahe schon gewöhnt, jetzt steigt dafür der Missbrauch mit den Fernbedienungen und Sicherheits-Codes für die versenkbaren Sperren. Der "Schwarzmarkt" floriert bereits. Die Polizei kündigt scharfe Kontrollen an, die ersten Entzugsverfahren laufen bereits.

Das war ja zu erwarten: Kaum sind die Unfälle mit den Pollern in der Salzburger Altstadt etwas zurückgegangen, gibt es ein neues Ärgernis. Denn die illegale Weitergabe von Fernbedienungen und Ausfahrtscodes erfreut sich immer größerer Beliebtheit.

200 Euro Strafe

20 Fälle wurden von der Polizei bereits aufgedeckt. "Unsere Beamten haben die Autokennzeichen mit den Ausnahmebewilligungen verglichen. So flog der Schwindel auf", erklärt Franz Zauner von der Polizeidirektion. Die Poller- Schwindler mussten daraufhin 200 statt der üblichen 100 Euro Strafe zahlen. Und auch denen, die Fernbedienungen oder sechsstellige Codes weitergegeben haben, geht es jetzt an den Kragen.

"In zwei besonders haarsträubenden Fällen werden wir die Zugangscodes sperren", kündigt Stadtrat Johann Padutsch an. Zum einen geht es um einen Limousinenservice. "Mit nur einer Fernbedienung wurden 12 Fahrzeuge in die Altstadt geschleust", weiß Padutsch und fügt gleich hinzu: "Es handelt sich aber nicht um ein Salzburger Unternehmen."

Doppelte Absicherung wäre möglich

Im zweiten Fall hat eine Firma, die für den Auf- und Abbau einer Veranstaltung einen Einfahr- Code erhalten hatte, diesen gleich mehrfach weiter gegeben. Die meisten der Poller- Schwindler sind Private. Aber auch Taxifahrer, die mit ihrer Fernbedienung "Schwarzfahrer" oder auch Touristen ungestraft aus der Altstadt herauslassen. Daher wird über eine zusätzliche Absicherung nachgedacht. Padutsch: "Dann wäre das Signal nach der Einfahrt in die Fuzo für die nächsten zehn Minuten gesperrt. Damit könnten wir vermutlich die meisten Fälle von illegaler Weitergabe eindämmen."

von Gernot Huemer und Manuela Kappes, Kronen Zeitung

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