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27.06.2017 - 05:17
Eine Menschentraube bildete sich nach dem Vorfall, störte die Arbeit der Einsatzkräfte.
Foto: Max Grill

Haft nach Messerattacke am Kai

28.12.2016, 15:11

4. Dezember, Rudolfskai: Ein in Salzburg lebender Türke liegt blutend am Boden. Eine Stichwunde im Bauch. Zuvor hatten sich vier Armenier (16 bis 27) und ein Serbe mit einer Gruppe von Türken gezofft. Nun ist der mutmaßliche Messerstecher in U- Haft: es ist der Jüngste der Gruppe. Seine DNA war auf der Tatwaffe.

Barbara Fischer, Erste Staatsanwältin, bestätigt auf "Krone"- Nachfrage: "Ja, der 16- Jährige ist seit Heilig Abend in Untersuchungshaft." Wegen schwerer Körperverletzung wird gegen ihn ermittelt. Der Beweis der Exekutive: die DNA des mutmaßlichen Angreifers war auf der Tatwaffe, bestätigt Fischer. Diese wurde direkt beim Tatort am Rudolfskai von der Polizei sichergestellt. Es handelte sich um ein Klappmesser. "Wer mit einem Messer zusticht, muss mit schweren Vorwürfen rechnen", erklärt die Staatsanwältin, warum der Bursch deswegen auch in der Justizanstalt sitzt.

Tatverdächtiger beruft sich auf Notwehr

"Es kann sein, dass ich zugestochen habe. Aber es war Notwehr", meinte der 16- Jährige selbst im Verhör. Wie glaubwürdig diese Aussagen seien, sei dahingestellt. In der Sache gab es nämlich auch schon drei Anzeigen wegen falscher Beweisaussagen. Widersprüchliche Angaben seien laut Polizei von den Betroffenen gemacht worden. Das Motiv des jungen Armeniers, der bisher in einer sozialen Einrichtung im Pinzgau lebte, sei daher auch nicht ganz ersichtlich. Auch ist nicht bekannt, ob Alkohol im Spiel war. Und warum die zwei Gruppen so aneinandergeraten sind. In den Verhören zeigten sich jedenfalls durch die Bank alle Personen nicht geständig.

Kurz nach der Bluttat schnappte die Polizei zu

Begonnen hat der Streit spätabends in einem Lokal, später ging es auf die Straße. Da kam es gegen 3.30 Uhr zur Bluttat. Ein Zeuge hatte sich das Kennzeichen des Autos, mit dem die Armenier sofort nach der Tat flohen, gemerkt. So konnte die Polizei die Gruppe wenige Stunden nach dem Vorfall bereits festnehmen. Jedenfalls werde sich der Bursch vor Gericht für die Messerattacke verantworten müssen. Ihm drohen bei einer Verurteilung bis zu fünf Jahre Haft - aufgrund seines jugendlichen Alters gilt ja nur der halbe Strafrahmen. Außerdem werde laut Staatsanwaltschaft gegen fünf weitere Beschuldigte ermittelt: wegen Raufhandels. Neben den drei weiteren Armeniern und dem Serben, auch gegen einen Türken.

Antonio Lovric

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