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26.05.2017 - 03:41
Johannes Schindlegger mit dem Gütesiegel.
Foto: Gerhard Schiel

Gütesiegel für die Zeltfeste

19.05.2017, 06:55

Spaß für alle statt Alkoholexzesse. Das Image der Vereine heraus heben statt völlige Abstürze und Schlägereien. Im Pinzgau wird heuer erstmals ein Gütesiegel für Feste verliehen, die sich an gewisse Regeln halten. Jugendschutz steht dabei ganz oben auf der Liste. Das Interesse ist groß, es geht dabei um mehr als Suchtprävention.

Es geht wieder los mit den Dorffesten, Vereinsfeiern und Jubiläen, die in Salzburg groß und gern gefeiert werden. Das gehört zu uns wie Mozart und die Berge. Das viel zitierte Komasaufen, Schlägereien und andere Abstürze hinterlassen aber einen bitteren Nachgeschmack, mit dem weder Veranstalter noch Besucher Freude haben. Eine gestaffelte SperrstundeIm Pinzgau hat man nun "zehn Gebote" erstellt, die zu einem gelungen "Feier- Fest" für alle beitragen sollen. "Da geht es um die Einhaltung des Jugendschutzes beim Einlass und an der Bar.

Aber auch darum, im Laufe des Abends Höhepunkte zu setzen und eine gestaffelte Sperrstunde, die Musik leiser drehen, den Ausschank einschränken, die Leute langsam nach Hause verabschieden", beschreiben Gerald Brandtner und Johannes Schindlegger einige Eckpunkte. Die beiden haben mit der "Arbeitsgruppe Suchtprävention" von "akzente" Salzburg das Gütesiegel aus der Taufe gehoben, Vorbild war Deutschland. "Wir wissen, dass die Maßnahmen funktionieren. Zum Beispiel hat die Trachtenmusikkapelle Piesendorf im vergangenen Sommer Jubiläum gefeiert. Da hat vieles schon gegriffen, nachdem wir die Veranstalter gecoacht haben. Auch ein Vorteil für den jeweiligen Verein, der sein positives Image pflegen und heraus heben kann", so Brandtner und Schindlegger.

Einfache "Tricks" funktionieren

Das Interesse für das neue Gütesiegel ist jetzt schon groß. "Zum Beispiel will es das Zeller Seefest unbedingt haben, engagiert sich dafür sehr", weiß Schindlegger, der selbst aus Bruck kommt und genau weiß, wie im Pinzgau die Leute "ticken". Der erhobene Zeigefinger wirkt nur selten, positive Auswirkungen heraus zu heben, geht hingegen auf. Vier bis fünf Gütesiegel wollen die Verantwortlichen heuer schon vergeben. Da steht einem schönen Festsommer nichts mehr im Wege.

Melanie Hutter, Kronen Zeitung

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