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19.08.2017 - 02:31
Foto: Krone Archiv

Geldmangel - Zuhause für 200 Tiere in Gefahr

03.08.2010, 01:00
Wenn es um Institutionen für Tiere in Not geht, dann ist der Pinzgau eine Wüste. Nur der Gnadenhof von Gabi Teichmann (Bild) in Maishofen kümmert sich um die oft schlecht behandelten und im Stich gelassenen Tiere. Über 200 Vier- und Zweibeiner werden von ihr Tag für Tag versorgt, wenn das Geld nicht bald ausgeht.

Eine Oase in der Wüste der Gleichgültigkeit. So scheint der Gnadenhof in Maishofen. Schon als Kind hatte Gabi Teichmann ein großes Herz für Tiere – "Vom Wurm bis hin zum Frosch", lacht sie – und das hat sie sich bewahrt. "Mein Tag dauert von 7 bis 23 Uhr. 200 Schützlinge gilt es zu versorgen und das bestens, denn alles andere würde ich nicht zulassen", sagt die 47- Jährige.

Die liebevolle Pflege sieht man, wenn man die Pferde, Ponys, Schafe, Ziegen, Hasen, Hühner, Katzen und viele mehr besucht. Die öffentliche Hand verabschiedet sich im Pinzgau ganz aus der Pflicht. Es gibt keine einzige Stelle, wo die verstoßenen Tiere sonst hin können. "Im Jahr fallen so zirka 20.000 bis 25.000 Euro an. Futter, Streu, Pacht und Tierarztkosten", rechnet die Tierfreundin, die komplett auf Spenden angewiesen ist, um ihre wertvolle Arbeit fortsetzen zu können.

"Mehr Platz, mehr Geld und helfende Hände"

Doch in den vergangenen Jahren kam zur finanziellen Gratwanderung auch noch ein gesundheitliches Problem dazu. "Ich kann die Arbeit fast nicht mehr alleine machen. Ich brauche Hilfe." So lange es die nicht gibt und der Platz nicht mehr wird, herrscht bei Gabi ein absoluter Aufnahmestopp – eigentlich. "Vor ein paar Tagen kam eine Frau mit zwei Katzen. Die waren in einem sehr schlechten Zustand. Bevor sie sie irgendwo aussetzt, habe ich sie eben doch genommen und gesund gepflegt." Und wieder zwei Schützlinge mehr.

Zwischen Stallarbeit und Rechnungen zahlen, bleibt Gabi Teichmann Zeit, um Wünsche zu äußern: "Für mich selbst will ich nichts, aber den Tieren soll es gut gehen. Mehr Platz, mehr Geld und helfende Hände, das wär was!" Die "Krone"- Tierecke ist daher mit gutem Beispiel voran gegangen und hat den Gnadenhof mit 2.000 Euro für Tierarztkosten unterstützt. "Aber vielleicht helfen ja noch mehr Leser mit", wünscht sich die Tierfreundin.

von Melanie Hutter, "Salzburger Krone"

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