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21.08.2017 - 17:00
Emanuel starb im Salzburger Landes-Spital.
Foto: Markus Tschepp

Freispruch für Anästhesie- Ärztin

19.08.2015, 08:02
Fünf Jahre nach dem Tod eines Patienten im Salzburger Landes-Spital stand am Dienstag eine Anästhesie-Ärztin (47) vor Gericht. Emanuel M. starb nach einer Operation an einer Überdosis Schmerzmittel. Das, so der Vorwurf, hätte die Ärztin verhindern können. Das Gericht sah das allerdings nicht so - Freispruch!

Im August 2010 wurde Emanuel M. (19) ins Salzburger Landeskrankenhaus mit einem offenen Oberarmbruch eingeliefert. Nach der Operation ging er noch durch die Gänge des Spitals, einen Tag später war er tot. Ein Tod, der Rätsel aufgab: Laut Obduktion starb der Salzburger an einer Atemlähmung, ausgelöst durch eine Überdosis Schmerzmittel. Mehrere Gutachten wurden eingeholt, ein technischer Defekt an der Schmerzpumpe sowie eine Lungenschwäche des Patienten ausgeschlossen.

Patient hatte sich 44 Mal Schmerzmittel verabreicht

Während die langwierigen Ermittlungen gegen einen Pfleger eingestellt wurden - er entschlug sich somit auch der Aussage - stand eine Anästhesie- Ärztin vor dem Bezirksrichter. Der Vorwurf: Fahrlässige Tötung! "Die Dosis war potenziell tödlich. Der Patient hatte sich 44 Mal das Schmerzmittel verabreicht", führte Anklägerin Sophie Lautner aus. "Es hätte eine Aufklärung stattfinden müssen." Dazu Opfer- Anwalt Stefan Launsky vom "Weißen Ring": "Die Schmerzpumpe ist nicht für jeden geeignet..."

"Es gibt keinen dokumentierten Todesfall, wenn die Pumpe korrekt befüllt war. Und das war sie", konterte Verteidiger Martin Schuppich. "Ich habe die Pumpe erklärt", bekannte sich die Beschuldigte nicht schuldig. Richter Gert Candido hörte Zeugen und drei Gutachter, dann sprach er die Anästhesistin im Zweifel nicht rechtskräftig frei.

19.08.2015, 08:02
Max Grill, Kronen Zeitung
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