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24.08.2017 - 04:54
Erfunden: Es gab keinen Erpresser, der Aktfotos hatte.
Foto: Christof Birbaumer (Symbolbild)

Frau erfand Erpressung

07.02.2016, 12:25

Völlig umsonst ermittelten Polizisten die vergangenen zwei Wochen wegen einer gemeldeten Erpressung. Eine 25- jährige Lungauerin hatte Anzeige erstattet, weil angeblich ein Unbekannter bereits seit 2011 immer wieder Geld von ihr wollte. Doch die Beamten kamen ihr auf die Schliche: Alles war frei erfunden.

Dieser Fall ist unverständlich und absolut kein Kavaliersdelikt. Die Zeit, die die Polizisten aus Tamsweg für die Ermittlungen aufgewendet haben, hätten sie auch gut nutzen können, um echte Verbrecher zu jagen.

Eine Angestellte aus dem Lungau war am 15. Jänner auf der Inspektion in Tamsweg erschienen und erstattete Anzeige gegen unbekannt. Sie gab an, dass sie bereits seit 2011 erpresst wird. Konkret habe ein Mann gedroht, Aktfotos von ihr, die er auch einem Brief beigelegt hat, zu veröffentlichen. Mehrmals sei es bereits zu Geldübergaben gekommen. Sie habe zwischen 5000 bis 6000 Euro in mehreren Tranchen auf einem entlegenen Parkplatz deponiert. Der Erpresser drohte, dass wenn sie nicht zahlen würde, ihrer Familie und ihrem Freund etwas passieren würde, gab die 25- Jährige gegenüber den Polizisten an.

Ungereimtheiten in der Aussage

"Von Anfang an gab es einige Ungereimtheiten in der Aussage", weiß Polizei- Sprecherin Eva Wenzl. Trotzdem nahmen ihre Lungauer Kollegen die Anzeige wie jede andere auch sehr ernst und ermittelten, da die angebliche Drohung schwer wiegte. Mehrmals wurde die Frau befragt, schließlich besprachen die Beamten mit der Lungauerin, dass es als nächsten Schritt angebracht sei, eine Geldübergabe zu fingieren. Da brach das vermeintliche Opfer schließlich ein. Sie gab zu, dass sie alles nur erfunden habe. Die Erpresserbriefe hatte die Frau selbst gebastelt - mit Hilfe ausgeschnittener Buchstaben. Ihr Motiv: Beziehungsprobleme. Jetzt wird die 25- Jährige wegen Vortäuschen einer mit Strafe bedrohten Handlung angezeigt.

07.02.2016, 12:25
Iris Wind, Kronen Zeitung/red
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