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17.08.2017 - 10:12
Foto: dpa/dpaweb/dpa/A2931 Bernd Weissbrod

Ferdinand A. Porsche mit 76 Jahren gestorben

05.04.2012, 16:59
Der Sohn von Porsche-Gründer Ferry Porsche, Ferdinand Alexander Porsche, ist am Donnerstag in Salzburg im Alter von 76 Jahren gestorben. Er hatte in den 60er-Jahren den Heckmotor-Sportwagen Porsche 911 konzipiert, der technisch und gestalterisch als Basis des Unternehmens im Autobau gilt.

Nach seinem Rückzug aus dem Familienunternehmen (den ab 1972 alle Mitglieder der Familie antreten mussten) gründete Ferdinand Alexander Porsche, der mit Spitznamen „Butzi“ gerufen wurde, ein Design- Studio, das wenig später nach Zell am See übersiedelte.

"Design by F.A. Porsche"

In dem Studio wurden Gebrauchs- und Industriegegenstände gestaltet, die weltweit unter dem Namen Porsche vermarktet wurden - von Uhren über Sonnenbrillen bis hin zu Kugelschreibern. Sogar Straßenbahnwaggons sind aus dem Studio der "Design- Ikone" gekommen, erzählt der frühere Sprecher der Salzburger Porsche Holding, Hermann Becker.

"Als Schöpfer des Porsche 911 hat er in unserem Unternehmen eine Designkultur begründet, die unsere Sportwagen bis heute prägt. Seine Philosophie von gutem Design ist für uns ein Vermächtnis, das wir auch in Zukunft in Ehren halten werden", wurde Porsche- Vorstandsvorsitzender Matthias Müller in einer Presseaussendung zitiert.

1943 nach Österreich übersiedelt

Geboren wurde Ferdinand Alexander Porsche am 11. Dezember 1935 in Stuttgart als ältester Sohn von Ferry und Dorothea Porsche. Bereits seine Kindheit war von Automobilen geprägt, er verbrachte viel Zeit in den Konstruktionsräumen und Entwicklungswerkstätten des Großvaters. 1943 übersiedelte die Familie nach Österreich, wo er in Zell am See die Schule besuchte. Nach der Rückkehr nach Stuttgart im Jahr 1950 besuchte er die freie Waldorf- Schule. Nach dem Abschluss der Schule immatrikulierte er an der renommierten Hochschule für Gestaltung in Ulm.

Sportwagen- Ikone geschaffen

1958 trat F.A. Porsche, wie er von seinen Mitarbeitern genannt wurde, in das Konstruktionsbüro der damaligen Dr. Ing. h.c. F. Porsche KG ein. Sein großes gestalterisches Talent stellte er dort schon bald unter Beweis, als er aus Plastilin das erste Modell eines Nachfolgers für die Baureihe 356 modellierte. 1962 übernahm er die Leitung des Porsche- Designstudios und sorgte ein Jahr darauf mit dem Porsche 901 - beziehungsweise 911 - für weltweite Furore.

Mit dem Porsche 911 schuf F.A. Porsche eine Sportwagen- Ikone, deren ebenso zeitlose wie klassische Form bis heute in der inzwischen siebten Elfer- Generation weiterlebt. Neben den Personenwagen befasste sich Porsche aber auch mit dem Design der Rennwagen der 1960er- Jahre. Zu seinen bekanntesten Entwürfen zählen unter anderem der Formel 1- Rennwagen Typ 804 oder der Porsche 904 Carrera GTS, der heute als einer der schönsten Rennsportwagen überhaupt gilt.

Beisetzung im Familienkreis

Ferdinand Alexander Porsche, eine Schlüsselfigur des deutschen Zweigs der Gründerfamilie, hatte seinen Lebensmittelpunkt seit Langem in Zell am See bzw. später in Salzburg, wo er nun verstorben ist. Er war bis 2005 im Aufsichtsrat der Porsche- Eigentümergesellschaft vertreten, wo er bis zuletzt den Ehrenvorsitz innehatte. Porsche soll im engsten Familienkreis im Familiengrab in Zell am See beigesetzt werden. Eine offizielle Trauerfeier ist für einen späteren Zeitpunkt in Stuttgart geplant.

05.04.2012, 16:59
red
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