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19.08.2017 - 02:31
Foto: Markus Tschepp

Fensterbohrer- Bande narrt die Polizei im Flachgau

29.07.2010, 21:46
Eine Profi-Einbrecherbande sucht derzeit den nördlichen Flachgau heim. Bisher sind mindestens 30 Fälle bekannt. Die Unbekannten bohren jeweils ein Fenster auf, um in die Gebäude zu gelangen. Sie sind kaltschnäuzig: Selbst wenn die Besitzer im Haus schlafen, schlagen sie zu. Gestohlen wurde ausschließlich Bargeld.

"Die Serie begann vor eineinhalb Wochen. Seither gibt es jede Nacht drei bis fünf Einbrüche. Zuerst war Schleedorf an der Reihe. Dann zog die Bande nach St. Georgen, Lamprechtshausen und Bürmoos weiter", berichtet Bezirkspolizeikommandant Walter Praschberger. "Unsere Leute sind im Dauereinsatz und sichern überall Spuren. Die Auswertung im Labor dauert aber", so der Offizier.

Bewohner schlafen meist

Das Markenzeichen der Einbrecher ist die sogenannte Fensterbohrer- Methode. "Mit einem Hand- oder einem Akkubohrer setzen sie unter der Verriegelung an. Durch das entstandene Loch schieben sie dann einen Draht. Mit dem wird das Fenster geöffnet", verrät Kommandant Franz Putz vom Polizeiposten in Lamprechtshausen. Die Bande ist skrupellos. Dass die Bewohner friedlich in ihren Betten schlafen, stört sie nicht. "Ein Opfer lag sogar im Wohnzimmer vor dem Fernseher und merkte nichts", schildert Peter Höpflinger (Bild) vom Posten in Lamprechtshausen. Es gibt auch Betroffene, die Geräusche hörten, sich aber nichts dabei dachten. Ein Fehler…

Schmuck bleibt liegen

Die Einbrecher haben es ausschließlich auf Bares abgesehen. "Sie durchsuchen alles, plündern die Geldtaschen, lassen aber wertvollen Schmuck liegen", weiß Franz Putz. Bisher gibt es noch keine heiße Spur. Putz und Walter Praschberger hoffen auf Hinweise aus der Bevölkerung. "Vielleicht ist Nachbarn ein Auto aufgefallen. Die Bande dürfte auch Häuser ausspioniert haben. Da hat sie eventuell jemand beobachtet", so Praschberger. Außerdem soll die Bevölkerung sensibilisiert werden. "Wenn die Leute wissen, dass es eine Einbruchsserie gibt, achten sie mehr auf Ungewohntes."

von Manuela Kappes, Kronen Zeitung

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