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28.04.2017 - 04:38
Feuerwehrmänner mit einem der Steine aus der Mönchsbergwand, die in der Gstättengasse landeten.
Foto: Info-Z/Killer

Felsbrocken stürzte vom Mönchsberg

10.03.2017, 07:13

Schrecksekunde für Passanten und Autofahrer in der Gstättengasse in Salzburg: Gegen 13.25 Uhr lösten sich am Donnerstag zwei kleine Felsbrocken aus der Mönchsbergwand und fielen direkt in die Gasse. Verletzt wurde niemand, Passanten schlugen sofort bei der Berufsfeuerwehr  Alarm. Diese sperrte die Gegend.

Die zwei etwa so wie ein Fußball große Felsen lösten sich unterhalb einer Mauerbrüstung bei der Aussichtsplattform des Museums der Moderne. Sie schlugen im Bereich des Mönchsbergaufzugs mitten in der Gasse auf. Spaziergänger, die sich durch den Lärm geschreckt hatten, riefen die Berufsfeuerwehr zu Hilfe. "Wir sind mit zehn Mann hingefahren und haben den Gefahrenbereich in der Gstättengasse umgehend abgesperrt", schildert Einsatzleiter Armin Barbeck.

Auch die Bergputzer wurden gerufen. "Die waren schnell da und haben dann oben, wo sich die Steine gelöst, weiteres lockeres Gestein abgeklopft." Die Helfler brachten zudem noch mehrere neue Auffangbretter an, um zu verhindern, dass noch einmal Steine in die Tiefe fliegen. Zudem wurde die Sanierung der Mauerbrüstung angeordnet. Gegen 15 Uhr konnte die Gasse wieder freigegeben werden. Vermutet wird, dass sich das Gestein durch Frostaufbrüche oder durch den starken Regen gelöst hat.

220 Tote nach Felssturz 1669

Diesmal ging alles glimpflich aus, ganz anders sah die Sache am 16. Juli 1669 aus. Damals lösten sich gigantische Felsmengen knapp 100.000 Kubikmeter mitten in der Nacht, zwischen 2 und 3 Uhr, vom Mönchsberg und verlegten den Großteil der Gstättengasse. Für die Opfer gab es in der Nacht sie lagen in ihren Betten kein Entrinnen, 220 Tote musste man beklagen. Zerstört wurden ein Dutzend Häuser, das Priesterseminar, die Markuskirche und die kleine Kirche "Unserer lieben Frau am Bergl". Trotz des Dramas wurden erst im Jahr 1778 jährliche Putzarbeiten in den Salzburger Stadtbergen angeordnet.

Manuela Kappes, Kronen Zeitung

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