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17.08.2017 - 20:07

Familie denkt an Zukunft: "Es muss weitergehen"

18.08.2013, 13:25
Insgesamt 24 Tiere - Kühe, Kälber und ein Stier - sind bei dem Brand eines Bauernhofs am Freitag im Salzburger Flachgau verendet. Die Familie blieb glücklicherweise unverletzt. Die Eltern hatten aus eigener Kraft ihre vier Kinder in Sicherheit gebracht. Die Landwirte denken dennoch positiv: "Es muss ja weitergehen."

Der Schock sitzt noch tief bei Andrea (Bildmitte) und Vinzenz M., deren Stall samt dem Stroh für den ganzen Winter am Freitagabend komplett abgebrannt ist. "15 Kühe, ein Stier und acht Kälber sind verendet. Wir hatten insgesamt 73 Tiere. Die restlichen sind jetzt bei einem Onkel im Stall untergebracht", so die Landwirtin.

"Der Schaden wird erst geschätzt, dann sehen wir weiter"

Sie und ihr Mann Vinzenz brachten nach dem Brandausbruch zuerst ihre vier Buben - darunter auch Zwillinge - im Alter von vier, fünf und neun Jahren in Sicherheit. Das Wohnhaus konnte von den Einsatzkräften vor den Flammen zwar gschützt werden, durch das Löschwasser entstand aber auch hier ein Schaden. Die Familie versucht dennoch, positiv in die Zukunft zu blicken. "Am Montag wird der Schaden geschätzt, dann sehen wir weiter", so das tapfere Ehepaar.

Experte Walter Kittl (2. Bild) hat indes auch die Brandursache ausgemacht: "Es war Heu- Selbstentzündung. Das passiert, wenn in einem gepressten Ballen etwas Heu ist, das noch nicht ganz getrocknet ist. Da entsteht eine Bakterienkultur, die sich vermehrt und Wärme entwickelt. Es kommt zur Pyrolyse, dabei entsteht Kohlenstoff. Das sich so entwickelnde Glutnest frisst sich nach außen durch. Und wenn der Sauerstoff dazukommt, zündet alles durch. Die Bewohner haben auch einen ordentlichen Knall gehört", erläuterte Kittl.

18.08.2013, 13:25
Manuela Kappes, Kronen Zeitung/red
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