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17.08.2017 - 02:45
Foto: Markus Tschepp (Symbolbild)

Experte warnt, Politik & Polizei halten dagegen

17.11.2015, 07:15
Wegen des Umwelt-80ers auf der Westautobahn bei Salzburg sollen sich die Unfallzahlen verdoppelt haben: Das stellte nun der Sachverständige Gerhard Kronreif fest. Im Vergleichszeitraum zum Vorjahr passierten zwischen Mitte Mai und Mitte Oktober 31 statt 16 Unfälle. "Ist es das wert?", fragt Kronreif.

"Die Zahlen sprechen für sich: Es gibt eine Verdoppelung", stellt der Unfallsachverständige Gerhard Kronreif fest. Er verglich die Zahlen zwischen Mitte Mai und Mitte Oktober diesen Jahres mit jenen von 2014. Er zählte dabei eine Steigerung von 16 auf 31 Unfällen - und dabei handelt es sich nur um jene Unfälle, die mit einem Fahrstreifenwechsel zu tun haben. Lenker, die etwa in den Graben oder gegen eine Tunnelwand geprallt sind, wurden nicht mitgezählt.

Kronreif weiß, was das Problem bei Tempo 80 ist: "Die Lkw fahren teils mit 90 km/h, weil sie nicht gestraft werden und zudem fahren sie oft sehr dicht auf. Auf der rechten Spur bleiben damit kaum noch Lücken zum Einordnen", erklärt er. "Wie lange will man noch zuschauen? Die Verkehrssicherheit hat sich eindeutig verschlechtert. Ist es das wert?", fragt Kronreif.

"Aus gesundheitspolitischer Sicht richtig"

"Wir haben bei der Verkehrspolizei nachgefragt. Dort können die Zahlen nicht nachvollzogen werden. Wir wissen nicht, wie es zu dieser Interpretation kommt", heißt es von den Grünen. Weiter: "Die Zwischenbilanz zeigte: Die Stickoxidbelastung ging zurück. Aus gesundheitspolitischer Sicht ist der 80er die richtige Maßnahme."

Auch Landesrat Hans Mayr hält dagegen. "Ich habe andere offizielle Zahlen von der Landesbaudirektion und der Verkehrsabteilung. Diese sind nicht auffällig in Anbetracht des dortigen Verkehrsaufkommens. Dass in ein ohnehin umstrittenes Thema jetzt so Öl ins Feuer gegossen wird, findet nicht meine Begeisterung."

17.11.2015, 07:15
Kronen Zeitung/red
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