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17.08.2017 - 02:04
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Erbe von Leder- Fabrikantin hilft kranken Kindern

04.04.2011, 08:43
Es ist die größte Erbschaft, die das Land Salzburg in den letzten Jahren gemacht hat: Immobilien im Wert von 349.000 Euro vermachte die Leder-Fabrikantin Aloisia Gaukler der Kinderkrebsstation im Landesspital. "Wir modernisieren mit dieser Erbschaft die Station", legten Landes-Vize Brenner und Primar Sperl nun fest.

Die gebürtige Oberösterreicherin Aloisia Gaukler hatte 1955 mit ihrem Mann Eduard aus Tirol im nahen Bad Reichenhall die gleichnamige Lederwaren- Fabrik gegründet. 1985 übergaben sie den Betrieb an Hans und Christl Auer, sie selbst zogen sich in ihr Haus in Bayrisch Gmain zurück. Das Paar hatte keine Kinder. Und Aloisia Gaukler hinterließ nach ihrem Tod im Jahr 2008 per Testament ihre ganzen Immobilien dem Land Salzburg.

Knapp 350.000 Euro für Kinderkrebsstation

Eine Wohnung mit insgesamt vier Tiefgaragen- Plätzen in Bayrisch Gmain verkaufte das Land bereits im Jahr 2009. Die Liegenschaft brachte 119.000 Euro ein. Etwas länger dauerte der Verkauf eines Einfamilienhauses "im alpenländischen Stil" in Bayrisch Gmain. In diesem Haus mit Schwimmbecken im Keller lebte Aloisia Gaukler bis zuletzt. Für das Haus zahlte ein Käufer im Vorjahr 230.000 Euro.

Einzige Bedingung für die Erbschaft: Das Geld muss für die Kinderkrebsstation im Landesspital verwendet werden. "Unter Leitung von Primar Wolfgang Sperl legten wir jetzt fest, wie dieses Geld im Sinn der großzügigen Frau Gaukler verwendet wird", berichtet Landes- Vize David Brenner.

Edle Spenderin erhält Gedenktafel

In der Station werden alle Badezimmer modernisiert, in die Räume kommen spezielle Kühldecken. Durch eine Umgestaltung soll mehr Licht und Farbe in die Station gelangen, auch der Bewegungs- und Spielbereich soll verschönert werden. "Wenn es uns dadurch gelingt, dass die Kinder wenigstens für eine kurze Zeit vergessen können, warum sie im Spital sein müssen, dann haben wir den Willen von Frau Gaukler sicher erfüllt", sagt Brenner. Die Arbeiten sollen im Herbst beendet sein – dann wird auch eine Gedenktafel für die Spenderin enthüllt.

von Robert Redtenbacher, Kronen Zeitung

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