Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
21.08.2017 - 06:45
Foto: Sepp Pail

Energiefragen sollen Landeskompetenz bleiben

10.06.2009, 16:53
Der Salzburger Landtag hat sich am Mittwochnachmittag einstimmig gegen das geplante Wettbewerbsbeschleunigungsgesetz ausgesprochen. Die Landesregierung wird somit aufgefordert, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um den Entwurf des neuen Bundesgesetzes - soweit er anlagerechtliche Bestimmungen vorsieht - zu bekämpfen.

Außerdem soll die Landesregierung bis zum Abschluss der Verwaltungsreformverhandlungen zwischen Bund und Ländern keine weiteren Schritte unternehmen, die die Länder in ihren Kompetenzen beschneiden.

Eingriff in Landeskompetenz

Bei diesem Bundesgesetz handle es sich um einen Eingriff in Landeskompetenzen, was inakzeptabel sei, sagte LAbg. Josef Schöchl (ÖVP). Das geplante Gesetz würde eine Umverteilung der Zuständigkeiten von den Ländern an den Bund und somit eine Entmündigung der Länder bringen. Vitale Interessen der Länder wären betroffen. Angesprochen müssten auch Fragen der Entschädigungen und Enteignungen werden. Es gehe nicht darum, ob man die 380- kV- Leitung wolle oder nicht.

Rückschritt um 40 Jahre

In dem Bundesgesetz gehe es nicht nur um die 380- kV- Leitung, sondern auch um den Transport von Energie, beispielsweise von Gas, meinte FP- Klubobmann Karl Schnell. Das Land dürfe hier keine Kompetenz abgeben, das wäre ein Rückschritt um 40 Jahre. Je mehr die Kompetenzen verschoben würden, umso mehr bewege sich die Politik von den Menschen weg. Das Gesetz könnte letzten Endes auch beim Bau von Atomkraftwerken angewendet werden.

SPÖ zeigt Verständnis für Wirtschaftsminister

Walter Steidl (SPÖ) brachte sein Verständnis für das Wirtschaftsministerium zum Ausdruck. Schließlich müsse der Bund für den Lückenschluss beim Energietransit sorgen. Es gebe bestehende Verträge mit der EU, und der Wirtschaftsminister müsse verhindern, dass Österreich hier zur Zahlung von Schadenersatz verpflichtet werde.

Gesetz stellt Bevormundung dar

Trotzdem könne nicht akzeptiert werden, Kompetenzen der Länder zu beschneiden. Deshalb müsse man sich gemeinsam zur Wehr setzen. Das Gesetz stelle eine Bevormundung dar und sei nicht im gegenseitigen Einverständnis entstanden. Falls die Kompetenz bei den Ländern bleibe, müsse das Land Salzburg klar darlegen, was es will und die sensiblen Gebiete für eine Verkabelung festlegen.

Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum