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20.08.2017 - 23:52

Einsatz von Hightech bei Jagd nach Autodieben

25.05.2011, 04:47
Jetzt setzt die Salzburger Polizei bei der Jagd nach flüchtenden Kriminellen auf Hightech - um 150.000 Euro werden drei Spezial-Lasergeräte angeschafft, die sämtliche Kennzeichen auf den Autobahnen registrieren und sofort mit der Fahndungs-Datei der Exekutive abgleichen. Danach werden die Daten sofort gelöscht – heißt es...

Erst jüngst war eine moldawische Einbrecherbande in Salzburg aktiv, die für ihre Coups extra Autos gestohlen und mit ebenfalls entwendeten Kennzeichen aus Bayern bestückt hatte. In Zukunft sollen es diese Verbrecher nicht mehr ganz so leicht haben. Ab sofort werden bei der Autobahnpolizei drei Spezialkameras um 150.000 Euro im Einsatz sein, die automatisch sämtliche Kennzeichen der Autos erfassen. Und: Die Daten werden binnen Sekunden mit der Fahndungs- Datei der Polizei abgeglichen und im Fall eines Treffers unverzüglich an die Polizeileitzentrale übermittelt.

Straftäter sollen es künftig schwerer haben

"Nun wird es ernst mit der Videoüberwachung der internationalen Transitrouten", freut sich Landes- Vize Wilfried Haslauer. "Mit den neuen mobilen Kennzeichen- Erkennungsgeräten für die Verbrecherjagd werden es Straftäter künftig schwerer haben mit ihrer Beute zu entkommen", so der Verkehrsreferent. Grundlage für diese Maßnahme ist das Sicherheitspolizeigesetz. Das ermöglicht den Behörden nun, verdeckt und mittels Kennzeichen- Erkennungsgeräten auch persönliche Daten für die Fahndung zu verarbeiten.

Genau deswegen gab es bereits in Bayern helle Aufregung: Auf der A8 zwischen Salzburg und München wurden ab 2006 – im Zuge der Fußball- Weltmeisterschaft in Deutschland – mittels Kameras die Kennzeichen gefilmt. Die versteckten Digital- Geräte waren auf Überkopfwegweisern angebracht und glichen die Daten mit dem Fahndungs- Computer ab.

Gibt es keinen Treffer, sollen Daten sofort gelöscht werden

Offenbar hatten die deutschen Behörden damit so viel Erfolg, dass dieses System nun auch in Salzburg eingesetzt wird. Haslauer: "Viele große Fahndungserfolge unserer Polizei in jüngster Zeit zeigen, dass hier großartige Arbeit geleistet wird. Dieser Weg ist konsequent fortzusetzen." Er betont aber gleichzeitig: "Sollte kein Treffer vorliegen, so werden die Daten gleich wieder gelöscht!"

25.05.2011, 04:47
Max Grill, Kronen Zeitung/red
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