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27.04.2017 - 10:41
FPÖ: Hochwimmer, Svazek, Reifenberger - traurig, aber motiviert.
Foto: Markus Tschepp

Die Stadt tiefgrün, das Land großteils blau!

05.12.2016, 10:30

Hofer kam ohne Briefwahl auf 50,2%, Van der Bellen auf 49,8%. Der neue Bundespräsidnet kannaber heute noch Führung übernehmen. Ein interessantes 50:50 gab es im Flachgau.

Die Wahl ist auch in Salzburg geschlagen - und der FPÖ- Kandidat Norbert Hofer wird voraussichtlich heute mit der Auszählung der Briefwahlstimmen Platz eins an seinen grün- unabhängigen Konkurrenten Alexander van der Bellen abgeben müssen. Ohne die Stimmen aus den Kuverts lag Hofer am Sonntagabend knapp mit 50,2 Prozent (125.294 Stimmen) vorne, im ersten Durchgang am 22. Mai 2016 waren es noch 55,1 Prozent in ganz Salzburg. Van der Bellen holte 49,8 Prozent oder 124.108 Stimmen.

Foto: Krone Grafik

Mit der Hochrechnung der Briefwahlstimmen kehrt sich das Ergebnis allerdings um: Alexander van der Bellen 51,4 Prozent, Norbert Hofer 48,6 Prozent. Ausgezählt wird am heutigen Montag, das Ergebnis wird am Nachmittag erwartet.395.321 (plus 1738) wahlberechtigt260.713 Personen (65,9%, ohne Briefwahl, danach voraussichtlich 74%) von berechtigten 395.321 gingen an die Urnen, 4,3% der Stimmen waren am Ende ungültig. Salzburger Alt- und Neustadt sind tiefgrün. Dabei sticht vor allem die Stadt als eindeutig für Van der Bellen heraus: 60 Prozent wählten ihn, Hofer kam nur auf 40 Prozent.

Lungau und Pinzgau weiter stark blau

In keinem Wahlsprengel schaffte es der FPÖ- Mann seinen Herausforderer zu überholen, In Altstadt- Mülln und in der Neustadt waren es gar über 70 Prozent für Van der Bellen (Details dazu siehe Seite 12). Der Pongau hält Hofer weiter die Treue. Nur ein kleiner Fleck blitzt im Pongau auf der blau gefärbten Landkarte mit Schwarzach (52,3%) grün hervor. In Hüttau erreichte Hofer gar 70 Prozent gefolgt von Filzmoos und Untertauern mit 69 Prozent. Grüne Zugewinne im Flachgau und Tennengau. Deutlich besser als bei der ersten Stichwahl hat Alexander van der Bellen im Flachgau - 50:50, Hofer: 37.562, Van der Bellen: 37.560 Stimmen - und in Teilen des Tennengaus (49,3%) abgeschnitten: Oberndorf, Seeham, Mattsee, Obertrum, Seekirchen, Anthering, Elixhausen, Hallwang, Koppl, Hof, Fuschl, St.Gilgen, Elsbethen, Puch, Oberalm, Anif, Strobl, Grödig, Bad Vigaun und Bergheim stimmten mit Ergebnissen zwischen 50 und 58 Prozent für VdB. Die zweitgrößte Stadt Salzburgs, Hallein, gab van der Bellen 52,7 Prozent.

Trend für die Landtagswahlen 2018

Unter anderem Wals- Siezenheim, Großgmain, Straßwalchen, Nußdorf, Neumarkt, Bürmoos, Abtenau, Kuchl und Thalgau blieben bei Hofer, der zwischen 50 und 68 Prozent abräumte. Der Lungau und Pinzgau sind weiter stark blau. Im Pinzgau (54,8%) und im Lungau (65%) verlor Hofer zwar wie in den meisten Gemeinden einiges an Stimmen, dennoch schaffte er in vielen Orten ein überwältigendes Ergebnis. In Muhr im Lungau holt er 84,5 Prozent, in weiteren dortigen Gemeinden des Bezirkes Ergebnisse weit über 60, teils auch 70 Prozent. Im Pinzgau überwogen die FPÖ- Wähler deutlich, Fusch, Kaprun, Leogang, Lofer, Maishofen und St. Martin entschieden sich aber mehrheitlich für van der Bellen. Ein Trend für die Landtagswahlen 2018. Anhand dieser Ergebnisse bleiben die Landtagswahlen 2018 spannend - ein Trend: In der Stadt müssen SPÖ und ÖVP stark mit den Grünen rechnen, am Land die ÖVP mit der FPÖ.

05.12.2016, 10:30
Michael Pichler, Kronen Zeitung/red
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