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18.08.2017 - 20:30
Die private Eliteschule in St. Gilgen hat Schulden in Höhe von 5,7 Millionen Euro angehäuft.
Foto: Markus Tschepp

Die St. Gilgen Internation School ist pleite!

05.04.2016, 09:02

Für St. Gilgen ist es ein Paukenschlag - vor allem deswegen, weil der Bau und die Eröffnung im Jahr 2008 der Eliteschule wegen der vielen Querelen im Vorfeld nie unter einem guten Stern stand: Die International School GmbH in bester Lage am Wolfgangsee ist auf eigenen Antrag in die Insolvenz geschlittert. Das melden der KSV von 1870 und der AKV.

Am Landesgericht wurde am Montag ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eingeleitet, das mindestens eine Quote von 30 Prozent der Verbindlichkeiten binnen zweier Jahre verlangt. Als Insolvenzverwalter wurde Anwalt Karl Ludwig Vavrovsky ernannt.

Als Hauptgrund gaben die Eigentümer den Rückgang an Schülern an, "die Auslastung der Schule sei somit unterhalb der Kapazitäten gelegen und die Einnahmen entsprechend zurückgeblieben". Die Gesamtschuldenbetragen laut AKV rund 5,7 Millionen Euro, wobei rund 4,5 Millionen Euro auf den mittelbaren Eigentümer fallen. 2013 stieg die amerikanische Firma H.I.G. groß ein und übernahm die Schule von Gründer und Architekt Alexander Eduard Serda, der Minderheitseigentümer blieb. 35 Millionen Euro wurden seit Gründung investiert. Das Angebot in Kleinklassen in englischer Sprache richtet sich an Kinder von 9 bis 18 Jahren. Die Jahresgebühr pendelte bei 30.000 bis 60.000 Euro pro Jahr, die maximale Zahl an Schülern liegt bei 150 Internatsschülern und 100 Schülern, die außerhalb unterkommen müssen.

Anrainer machten 2007 mobil, Vertrag in Kritik

Die Schule hat ein eigenes Bootshaus für Segel- und Wassersportaktivitäten, ein Gebäude für Theater- und Tanz, ein Musikzentrum und verschiedene Ateliers. 2011 rumorte es das erste Mal, da mehrere Handwerksbetriebe nach Sanierungsarbeiten verspätet bezahlt wurden. Zuvor hatten Anrainer die Baubewilligung beeinsprucht, eine Bürgerinitiative befürchtete Lärm und machte gegen den Baurechtsvertrag der Gemeinde mit dem Architekten mobil.

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Michael Pichler, Kronen Zeitung/red
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