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20.08.2017 - 11:18
Kaum ein Unterschied: Stau in Salzburg am "Tag der deutschen Einheit" (li.) und in Peking (re.)
Foto: Markus Tschepp, Fotolia

Die große Koalition in Salzburg gegen Stau

21.10.2016, 13:01

Der "Tag des großen Staus" am 3. Oktober und die seit Monaten andauernden chaotischen Verhältnisse auf den Straßen dürften zu einer Revolution in der Salzburger Stadtpolitik geführt haben: Heute soll eine rot- schwarz- grüne Koalition geradezu sensationell anmutende Maßnahmen zum Thema Verkehr bekannt geben.

Was Schaden/Preuner/Padutsch in Zusammenarbeit mit der Salzburg AG (dem Betreiber des öffentlichen Verkehrs) vorbereitet haben, darüber wird offiziell Schweigen bewahrt. Fest steht nur, dass es erstmals keine Streitereien darüber gibt und der Vorstandsdirektor des Konzerns, Leonhard Schitter, viel Geld und Know- how aufwenden wird, um zu einem Ziel zu kommen: Den Menschen im Großraum Salzburg soll ein attraktives Angebot zum Umsteigen gemacht werden, ebenso den vielen Touristen, die vor allem an Regentagen mit ihren Autos die Stadt regelrecht lahm legen.

Rechtzeitig soll etwas vor dem Beginn der Adventzeit geschehen (allein der Christkindlmarkt rings um den Dom, von CNN als einer der schönsten der Welt gewählt, zieht mehr als eine Million Besucher an). Den Mitgliedern in der Stadtregierung war klar, dass ihnen eine neuerliche Verkehrsdiskussion vor Weihnachten höchst ungelegen kommt. In der Folge die Maßnahmen, die heute am Vormittag präsentiert werden, über einige Punkte soll es noch hektische Verhandlungen geben.

Pläne über die Stadtgrenzen hinaus

-) Die Stadt wird nicht mehr den gesamten Individualverkehr schlucken, die Umlandgemeinden werden voll eingebunden.
-) Mehrere O- Bus- Linien der Salzburg AG und Buslinien von Albus (im Mehrheitsbesitz der Salzburg AG), welche mit Gelenk- Garnituren betrieben werden, sollen so rasch wie möglich über die Stadtgrenze geführt werden.
-) Dieser Plan erstreckt sich in alle Himmelsrichtungen: Die O- Busse sollen künftig nach Bergheim, Eugendorf, Hallwang (Verstärkung der bisherigen Linie 4), Grödig und Wals (ebenfalls Verdichtung) fahren.
-) Auf der Achse Bad Ischl- Wolfgangsee- Koppl soll es einen attraktiven Takt geben, das letzte Stück vor der Stadt unter Umständen über die Autobahn.
-) Weitere Bus- Spuren und Bus- Ampeln sind fix, darauf besteht der Verkehrsbetrieb der Salzburg AG.
-) Das 365 Euro- Ticket, das sich in seiner kurzen Lebenszeit so bewährt hat, soll wieder kommen.
-) Ziel ist es, sämtliche an die Stadt grenzenden Gemeinden in die 365 Euro- Zone einzubinden.
-) Diese Gemeinden leiden besonders unter dem Stau an Regentagen: So sind etwa in Wals- Siezenheim viele Gassen in Siedlungsgebieten verparkt, weil die Navis den Urlaubern die Routen empfehlen.
-) Ziel ist es auch, direkt beim Flughafen ein weiteres großes Parkhaus zu errichten und Abstellflächen an den Schnellbahn- Stationen zu vergrößern.
-) Die O- Bus- Intervalle könnten an Regentagen verkürzt werden.

Was Schaden in China gesehen hat

Der Bürgermeister hält sich über die Maßnahmen noch bedeckt, so radikal wie in China wird es mit Sicherheit nicht werden: In Shanghai werden die Nummerntafeln von Autos verlost, die Zulassung kostet so viel wie ein Auto. Dennoch schreitet die Motorisierung fort: Der Porsche- Konzern verzeichnet 35 Prozent Wachstum.

Kennzeichen entscheidet über Fahrerlaubnis

Bei starker Luftbelastung dürfen nur die geraden bzw. die ungeraden Nummerntafeln fahren, das erinnert an den autofreien Tag im Österreich der 1970er Jahre. Und auch an die sogenannte "Regen- Sperre", als nur heimische Kennzeichen die Polizeiposten beim Flughafen oder in Liefering passieren durften. Diese Maßnahme kommt nicht mehr, da sich die Polizei weigert, Wachposten abzustellen: "Wir sind für die Sicherheit da!" Dennoch will die Stadtpolitik auch von der Polizei etwas mehr Einsatz verlangen: Motorrad- Polizisten könnten an den neuralgischen Kreuzungen in den Spitzenzeiten für Ordnung sorgen.

Undisziplinierte Autofahrer blockieren

Vor allem undisziplinierte Autofahrer sind es, die wichtige Straßen blockieren, indem sie trotz Stau in Kreuzungen einfahren. Einigkeit über den Garagen- Bau besteht allerdings nur bei Rot und Schwarz: Größere Mönchsberggarage sowie Verlagerung von mehr Reisebussen aus der Neustadt in das Nonntal.

21.10.2016, 13:01
Hans Peter Hasenöhrl, Kronen Zeitung/red
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