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21.09.2017 - 11:20
Foto: APA/MARIO KNEISSL

Der Schock nach dem Skandal im Pflegeheim sitzt tief

11.04.2010, 11:05
Der Schock sitzt tief in Goldegg nach dem Skandal im Seniorenheim. Drei Pflegerinnen wurden Ende März fristlos gefeuert, nachdem Kolleginnen sie schwer belastet hatten – es geht um Diebstahl und sexuellen Missbrauch. Die drei Frauen weisen alles vehement zurück und wehren sich mit Anwaltshilfe gegen die Entlassung.

Im Goldegger Seniorenheim griff Hans Mayr als Bürgermeister hart durch. Er entließ Ende März drei Pflegerinnen, nachdem Kolleginnen schwere Vorwürfe erhoben hatten (siehe auch Bericht in der Infobox):

  • Jahrelang soll es zu Diebstählen gegen Bewohner des Heims gekommen sein.
  • In einem Fall ist von sexuellem Missbrauch einer betagten Bewohnerin die Rede.
  • Dazu geht es in einem Fall um versuchte Sterbehilfe.

"Mir blieb keine andere Wahl als die Entlassung", sagte Bürgermeister Mayr der "Krone": "Es geht um Delikte gegen Leib und Leben. Die Mitarbeiterinnen, die diese konkreten Anschuldigungen jetzt vorbrachten, trauten sich bisher nichts zu sagen – auch aus Angst um ihren Arbeitsplatz."

Beschuldigte wehren sich vehement

Die gefeuerten Pflegerinnen weisen alles zurück: "Die Vorwürfe sind total aus der Luft gegriffen, nichts davon ist wahr", sagen die drei Frauen. Mit Anwaltshilfe bekämpfen sie die Entlassungen – Rechtsschutz erhalten sie über die Gewerkschaft von der Arbeiterkammer.

SP- Mandatare vermitteln Unterstützung

Das vermittelte der frühere SP- Nationalrat Harald Hofmann, selbst ein Goldegger. Diese Anwaltshilfe war vermutlich auch der Anlass, warum die beiden SP- Mandatare in der Goldegger Gemeinde- Vorstehung den Entlassungen in einer geheimen Sitzung nicht zugestimmt haben.

Baulicher Zustand des Heims unter Beschuss

Hofmann fährt mit schweren Geschützen gegen das kleine Seniorenheim auf: "Der bauliche Zustand des Heimes ist schlimm, Die Türstöcke sind so eng, dass die Pflegebetten nicht durchgeschoben werden können. Bei einem Brand wären die Pfleglinge da hilflos in den Zimmern gefangen", befürchtet er. "Weil die Türen so schmal sind, konnte auch eine Hebewaage noch nicht in Betrieb gehen, die um viel Geld gekauft wurde – sie passt nämlich nicht durch die Tür", schilderte der Ex- Nationalrat am Samstag. Auch das Sozialressort des Landes wurde informiert – eine Prüfung soll folgen.

von Robert Redtenbacher, Kronen Zeitung

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