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23.09.2017 - 07:14
Foto: APA/FRANZ NEUMAYR

Chiemseehof bleibt Baustelle - weitere Sanierung nötig

25.06.2011, 04:30
Der Chiemseehof bleibt eine Großbaustelle - nach einer Besichtigung des "Fürstentraktes" haben Techniker nun Alarm geschlagen. Die Tramdecken sind zum Teil angefault, die Statik des Pultdaches entspricht nicht mehr den Anforderungen – es könnte bei zu viel Schnee einbrechen. Die dringend nötige Renovierung kostet 900.000 Euro.

Am Sitz von Landeschefin Gabi Burgstaller und Landtag geben sich die Bauarbeiter die Klinke in die Hand: Im Vorjahr bröckelte die Fassade vom Sitzungssaal des Landtags ab, da mussten der Putz erneuert und außerdem das desolate Dach am Ostflügel erneuert werden. Im heurigen Frühjahr bildeten sich Risse im Mauerwerk von Büros von Burgstallers Mitarbeitern. Weil die Tramdecke morsch war, musste sie mit einer Galerie von Metallträgern gestützt und danach saniert werden.

Jetzt ist schon der nächste Umbau geplant – und es gibt die ersten Proteste. SP- Personalvertreter Josef Sailer hält es für unnötig, dass die alten Garagen im Chiemseehof zu Zimmern für Pressekonferenzen sowie Sitzungen umgebaut werden. "Ist dafür wirklich Geld vorhanden?", fragt sich Sailer. Verwundert ist auch FP- Boss Karl Schnell: "Den Umbau haben wir schon einmal abgelehnt, weil er zu teuer ist – völlig unverständlich, dass die Regierung neue, unnötige Sitzungszimmer machen lässt, obwohl das Land kein Geld hat", schimpft Schnell.

Landes- Vize Brenner: "Leider unvermeidlich"

"Die Bauarbeiten sind leider unvermeidlich", sagt dazu Landes- Vize David Brenner und beruhigt: "Statiker und Restaurateure überprüften den Fürstentrakt bei den alten Garagen. Sie haben sofort Alarm geschlagen, weil die Deckenkonstruktion und das Pultdach nicht genügend Standsicherheit haben. Einige Deckenträme sind durchgefault und haben zu wenig Auflagefläche. Hier ist dringender Sanierungsbedarf."

Knapp 900.000 Euro gibt das Land aus - den Großteil benötigt man für die Sanierungen von Decken, Dach und Heizung. 105.000 Euro sind reserviert für den Ausbau des Erdgeschosses – aus den Garagen werden zwei Sitzungszimmer. Zusätzlich wird ein Behinderten- WC eingebaut – so etwas gibt es im Chiemseehof noch nicht.

25.06.2011, 04:30
Robert Redtenbacher, Kronen Zeitung
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