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27.05.2017 - 20:48
Die Angeklagte vor dem Richtersenat
Foto: Wildbild

Brandserie in Gnigl: Freispruch

24.02.2017, 09:38

Wer hat zwischen dem 16. und 31. März 2016 in der Mühlstraße in Salzburg- Gnigl gezündelt: Fast ein Dutzend Brandlegungen registrierte die Polizei damals. Eine serbische Hausbewohnerin (41) musste sich deswegen im Landesgericht Salzburg verantworten. Doch der Prozess mutierte zur Farce.

Einen einzigen Beweis hatte Staatsanwältin Barbara Fischer: Jene Überwachungsvideo- Aufzeichnung vom 31. März, wo die Schwarzhaarige beim Plastik anzünden zu sehen ist. Bei allen anderen Brandlegungen davor nur in einem Falle waren Personen gefährdet gab es nur Indizien. Die Frau zeigte sich so auch nur für den letzten Feuer- Vorfall geständig. Alle anderen habe sie nicht begangen.

Im Prozess schob sie die Schuld dem Hausverwalter zu, einem Pensionisten (83). Er soll es gewesen sein. Er soll das Tags vor dem Prozess ihr gegenüber zugegeben haben. Und er soll sie zu Liebesspielen gezwungen haben. "Weil er meinen Mann raushauen wollte", so die Frau vor dem Schöffensenat unter Vorsitz von Richterin Gabriele Glatz. Als der ältere Herr als Zeuge aussagte, die Serbin beschimpfte, lautstark artikulierte da folgte eine Überraschung: "Ja, ich habe 25 Mal gespielt mit ihr. Aber das war freiwillig", gab der Senior den Sex zu.

Mehr Fragen als Antworten

Auch einen Verdacht hätte er, wer gezündelt haben soll: "Ich sage es aber nicht." Er selbst will es aber nicht gewesen sein. Währenddessen nickte die Angeklagte dem Senat zu. Lächelte immer wieder. Mehrmals musste die Richterin zur Ordnung aufrufen. Der Lebensgefährte der Serbin, der mit ihr seit sechs Jahren kostenfrei in dem Haus lebt er verrichtet dafür Hausmeister- Tätigkeiten, erzählte im Zeugenstand über Streitigkeiten zwischen dem Hausverwalter und dessen Sohn. Das Haus gehört der Enkelin. Ein Erb- Streit als Motiv? Verteidiger Bernhard Loimer: "Das Verfahren hat mehr Fragen als Antworten gebracht." Letztlich sprach die Richterin die Angeklagte "im Zweifel" frei. Und merkte an: "Die Täterschaft weist auf eine andere Person hin." Nicht rechtskräftig.

Antonio Lovric, Kronen Zeitung


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