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23.09.2017 - 19:04
Foto: ANDREAS KREUZHUBER

Blutiger Kampf mit Messer und Pistole in St. Johann

15.11.2010, 16:33
Brutale Szenen haben sich in der Nacht auf Montag in St. Johann im Pongau abgespielt. Vier Männer aus Russland und Georgien dürften sich auf dem Parkplatz beim Kraftwerk Plankenau eine blutige Auseinandersetzung geliefert haben. Ein Russe soll dabei einem Georgier einen Messerstich in den Bauch versetzt haben. Vermutlich schoss daraufhin das Opfer auf den bereits in einem Auto sitzenden Russen. Trotz zahlreicher Einschüsse am Pkw wurde er aber nicht getroffen, sagte der Leiter des Landeskriminalamtes Salzburg, Albert Struber.

Die Ermittler tappen noch weitgehend im Dunklen, was sich um Mitternacht auf dem Parkplatz beim Kraftwerk Plankenau genau ereignet hat. Die Beteiligten sprechen Dialekte, die der erste Dolmetscher teilweise nicht verstand, erklärte Struber, daher musste ein anderer Übersetzer gesucht werden.

Neun Schüsse auf Pkw abgegeben

Die wenigen bisher gesicherten Fixpunkte für die Kriminalisten: Zwei Georgier und zwei russische Staatsbürger - möglicherweise Tschetschenen - waren in Streit geraten. Dabei wurde ein 30- jähriger Georgier von einem 40- jährigen Russen niedergestochen und verletzt. Auf den mutmaßlichen Messerstecher wurde daraufhin von vorne geschossen, als dieser im Auto saß. "Wir haben fünf Patronenhülsen gefunden, aber es waren wohl neun Schüsse, weil wir so viele Einschüsse im Auto gefunden haben", so der LKA- Chef.

Doch keines der Projektile traf den Mann. Der Russe stieg danach aus dem Auto, er wurde aber noch am Tatort von der Polizei angehalten. Ob zuerst der Messerstich erfolgt ist oder zuerst die Schüsse fielen, sei derzeit noch nicht eindeutig geklärt. Bei der Waffe habe es sich um eine Pistole mit dem Kaliber 7,65 gehandelt.

Mit Messerwunde im Krankenhaus abgeliefert

Die beiden Georgier flüchteten in einem Auto, der Unverletzte lieferte später den 30- Jährigen mit dem Messerstich im Krankenhaus Zell am See ab, wo dieser versorgt wurde. "Er ist nicht in Lebensgefahr und soll noch heute Nachmittag vernommen werden", sagte Struber. Der mutmaßliche Messerstecher wurde festgenommen, die beiden anderen Männer sind für die Ermittler ebenfalls greifbar, eine Festnahme sei derzeit aber nicht nötig, weil sie offenbar nicht direkt in die Tat involviert waren.

Alle vier Männer dürften laut Struber Asylwerber sein, mit Sicherheit könne er das derzeit aber nur von einem sagen. Die Männer seien in zwei unterschiedlichen Einrichtungen in St. Johann einquartiert.

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