Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
20.09.2017 - 23:40
Foto: Markus Tschepp

Billiges Busticket auch für Rentner ab 60 Jahren

11.05.2011, 08:58
Das ist Gleichberechtigung einmal anders: Die Richter beim Verfassungsgericht halten es für illegal, dass Frauen schon ab 60 eine günstige Monatskarte im Bus bekommen, männliche Pensionisten aber erst ab 65. Die Stadt Salzburg ist deshalb Vorreiter in ganz Österreich: Damit es für Frauen keine Verschlechterung gibt, erhalten ab Juni auch Männer schon ab 60 den Zuschuss von 15 Euro.

"Die Gleichberechtigung kann nicht immer nur so funktionieren, dass es Verbesserungen für die Frauen gibt", findet die Vorsitzende im Sozialausschuss, Ulrike Saghi. "Bei den Dauerkarten für Senioren kehren wir den Spieß um – da tun wir jetzt etwas für die Männer." Es geht um die Monatskarten im Obus: Die Stadt zahlt 15 Euro Zuschuss – für Pensionistinnen ab 60, für Rentner erst ab 65.

Vorreiterrolle für Österreich

Das ist ein "Verstoß gegen das Gleichbehandlungsgesetz", urteilte der Verfassungsgerichtshof und hob diese Regelung ebenso auf wie bei Heizkostenzuschüssen oder Befreiungen von der Rezeptgebühr auf. "Wir wollen verhindern, dass es für Frauen eine Verschlechterung gibt", waren sich Stadtchef Heinz Schaden und Vize Martin Panosch einig. Darum übernimmt Salzburg eine Vorreiterrolle für ganz Österreich: Ab dem 1. Juni erhalten auch Pensionisten den Zuschuss – und damit ein günstiges Seniorenticket.

"Das wird rund 100.000 Euro im Jahr kosten"

Die Stadt greift dafür tief in die Tasche: "Wir rechnen, dass etwa 600 bis 700 Senioren den Zuschuss beantragen werden", berichtet die grüne Gemeinderätin Ulrike Saghi. "Das wird rund 100.000 Euro im Jahr kosten", hat die Finanzabteilung im Magistrat ausgerechnet. Der nötige Beschluss soll am Donnerstag in der nächsten Sitzung des Sozialausschusses gefasst werden – trotz Bedenken der städtischen Finanzer. "Bei diesem Beschluss geht es nicht nur um finanzielle Verbesserungen für die Senioren", ist Saghi überzeugt. Der Zuschuss zum Seniorenticket "ist auch ein Beitrag, damit wir den öffentlichen Verkehr in der ganzen Stadt fördern", sagt die Gemeinderätin.

von Robert Redtenbache, Kronen Zeitung

Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum