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17.08.2017 - 00:07
Foto: MARKUS TSCHEPP

Bettler- Bande brach in Häuser ein und duschte sich

01.04.2015, 21:19
Einer besonders dreisten Bettler-Bande ist die Polizei in Salzburg auf die Schliche gekommen: Die fünf Rumänen verdienten sich ihren Lebensunterhalt nebenbei mit Einbrüchen, Trick- und Auto-Diebstählen. Sie machten sich sogar einen Spaß daraus, in den Häusern, in denen sie eindrangen, noch ausgiebig zu duschen.

Ins Rollen kamen die Ermittlungen nach einem Einbruch im Dezember in ein Haus in Salzburg. Die Bande hatte dort einen Mercedes gestohlen. Dieser konnte später in Ungarn geortet werden. Dabei ging ein 22- jähriger Rumäne ins Netz. Nun sind auch seine Komplizen, eine Frau (29), zwei Landsmänner (21, 40) und ein in Salzburg lebender Rumäne (37) – der Kopf der Bande – ausgeforscht. Die Gruppe ging tagsüber Betteln und spionierte dabei Häuser aus, in denen ältere Menschen leben. Mit einem Trick verschafften sie sich später Zutritt zu den Objekten. Die Frau fragte dabei an der Haustür, ob man ihr nicht eine Flasche mit Wasser befüllen könne. Während die Opfer das Wasser holten, schlich sich ein Komplize hinein und suchte nach Wertsachen.

In anderen Fällen passten die Bettler Menschen beim Einkaufen ab und folgten ihnen nach Hause. Tage später brachen sie dann in die Heime ein. Und die Rumänen gingen besonders dreist vor: Während die Opfer in ihren Betten seelig schlummerten, duschten sich die Einbrecher ausgiebig im Badezimmer. Die 29- Jährige bot zudem gleich mehrmals Männern an, sie zu Hause zu "massieren". Während der Massage sah sich ein weiteres Bandenmitglied im Haus um und stahl Schmuck und Bargeld. Der 22- Jährige und der Bandenkopf sitzen in Salzburg ein, der 21- Jährige in Wien. Die Frau und der 40- Jährige dürften in Rumänien untergetaucht sein.

Nach erster Verhaftung wieder freigelassen

Dem 22- Jährigen konnte noch der Einbruch in einen Second- Hand- Shop in der Schwarzstraße nachgewiesen werden. Er hatte Kleidung in einem Altpapiercontainer abtransportieren wollen. Er wurde gefasst, musste aber wenig später wieder freigelassen werden. Bei 20 Coups erbeuteten die Rumänen nachweislich Waren um mindestens 130.000 €. Die Gesamtschadenssumme dürfte aber noch viel höher sein, da die Bande von Jänner bis Dezember 2014 für über 80 Einbrüche in Salzburg und ganz Österreich verantwortlich sein soll. Außerdem stahlen die Rumänen auch mehrere Autos. Diese wurden nach Ungarn zu einem Anwesen des Haupttäters gebracht und weiter verkauft. In der Wohnung des Bandenkopfes in Salzburg konnten noch mehrere Tausend Euro in zwölf verschiedenen Währungen, ein Handy, ein Navi und ein Auto sichergestellt werden.

01.04.2015, 21:19
Manuela Kappes, Kronen Zeitung
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