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24.08.2017 - 10:39
Foto: dpa/Uwe Anspach

Bande richtet bei 42 Coups 60.000 Euro Schaden an

19.11.2010, 18:31
Die Polizei im Lungau hat eine achtköpfige Bande von mutmaßlichen Kriminellen ausgeforscht, die im Zeitraum von März bis September 2010 bei 42 Straftaten in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und Kärnten einen Gesamtschaden von 60.462 Euro verursacht haben soll. Die Palette der Delikte reicht dabei von Raubüberfällen über Einbruchsdiebstähle und Betrug bis zur Veruntreuung und Urkundenfälschung, informierten am Freitag das Landespolizeikommando und die Sicherheitsdirektion Salzburg.

Die Tatverdächtigen sind zwischen 24 und 50 Jahre alt. Sechs Bandenmitglieder - sie stammen aus Bosnien, Serbien, Kroatien und der Türkei - sitzen bereits in Haft, ein Bulgare (31) und eine in Südkorea geborene Niederländerin (34) befinden sich noch auf freiem Fuß. Zwei der Inhaftierten wurden bereits Anfang Oktober am Salzburger Landesgericht zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Sie sollen bei einem Raubüberfall auf ein Wettbüro in Tamsweg am 30. Juni und bei einem weiteren auf eine Jet- Tankstelle in St. Johann im Pongau am 5. Juli beteiligt gewesen sein.

Mehrere DNA- Treffer führten auf die Spur

Umfangreiche Ermittlungen hätten zur Klärung von weiteren - zum Teil nicht "erfolgreich beendeten" - Raubüberfällen und zur Klärung von Anstiftungen zu Raubüberfällen, Einbruchsdiebstählen und diversen anderen Delikten geführt. Mehrere DNA- Treffer führten auch auf die Spur von einigen Tatverdächtigen, schilderte ein Kriminalbeamter. So sollen ein 25- jähriger Bosnier und ein 24- jähriger Kroate am 6. Juli einen weiteren Raubüberfall auf ein Wettbüro in Tamsweg begangen haben. Die Polizei forschte auch drei Serben im Alter von 29, 35 und 50 Jahren aus. Sie verübten offenbar mehrere Einbruchsdiebstähle im Pongau und Lungau.

35- jähriger Türke als Kopf der Bande?

Angestiftet wurden sie laut Polizei von einem 35- jährigen Türken. Dieser wiederum soll sich zusammen mit einer Niederländerin als Anstifter bei einem versuchten Raubüberfall auf einen Hotelier in St. Johann im Pongau beteiligt haben. Zudem soll er auch einen Raubüberfall in einem Hotel in Oberösterreich angeleiert haben. Mit zwei Serben habe er auch mehrere Einbruchsdiebstähle begangen, hieß es.

Internationale Haftbefehle aufrecht 

Der 50- jährige Serbe wurde bereits im Juni wegen illegalen Aufenthalts in Österreich in Schubhaft genommen und abgeschoben. Er reiste unter falschem Namen wieder ein und wurde schließlich in Wien ebenso festgenommen wie ein 35- jähriger Landsmann, gegen den ein internationaler Haftbefehl bestand. "Die beiden waren im Ausland als Profieinbrecher bekannt und in der Schweiz und in Deutschland zu langjährigen Freiheitsstrafen verurteilt", teilte die Sicherheitsdirektion mit. Ein weiterer 29- jähriger Serbe sei als Verbindungsmann aufgetreten. Ihm ordnete die Polizei einen Tankstellenraub 2004 in Wien zu. Auch er sitzt bereits in Haft.

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