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23.09.2017 - 10:50
Ab 2019 gibt es für Salzburg ein Null-Budget und keinen Euro mehr.
Foto: ÖBB

Bahnausbau komplett gestoppt

21.10.2015, 07:06
Wintersichere Tunnels durch den Pass Lueg? Fehlanzeige! Der Ausbau der Westbahn durch den Flachgau? Fehlanzeige! Der Bund fährt die Mittel für den Bahnausbau in Salzburg brutal zurück: Ab 2019 weist der ÖBB-Rahmenplan keinen einzigen Euro mehr für Salzburg aus. Bis 2018 fließen noch 14,6 Millionen zu uns.

"Ich war entsetzt, als ich den neuen ÖBB- Rahmenplan für den Zeitraum zwischen 2016 und 2021 gesehen habe", so Gerd Brand, SP- Landtagsabgeordneter und Verkehrssprecher seiner Partei. Denn die Zahlen des vom Ministerrat am 14. Oktober abgesegneten ÖBB- Budgets sprechen eine klare Sprache: Hauptsächlich der Ausbau der Tauern- Nordrampe (6 Millionen) sowie das dritte Gleis nach Freilassing (7,4 Millionen) werden vorangetrieben. "Doch für Projekte wie den wintersicheren Ausbau des Pass Luegs, den das Land seit 20 Jahren fordert, ist kein einziger Euro da", ärgert sich Gerd Brand: "Es ist das wohl schlechteste Verhandlungsergebnis einer Salzburger Landesregierung in Wien."

Ein Beispiel: Alleine für den Ausbau des Bahnhofes Tulln (43,8 Millionen bis 2012) fließt drei Mal so viel Geld wie für den gesamten Bahn- Ausbau in Salzburg. Für Salzburg vorgesehen sind 2016 nur noch 9,4 Millionen, 2017 sind es 4,5 Millionen an Mitteln und 2018 gar nur noch 200.000 Euro - dann ist Schluss.

"Bund lässt Salzburg verhungern"

"Stimmt nicht", so ÖBB- Sprecher Rene Zumtobel: "Die von Salzburg gewünschte Haltestelle Zell am See- Schüttdorf oder die Haltestelle Vigaun werden sehr wohl ab 2016 in Angriff genommen. Die Mittel dafür kommen allerdings aus einem Topf für Re- Investitionen. Dafür stehen jedes Jahr rund 75 Millionen Euro zur Verfügung." Ein Großteil dieses Geldes sickert allerdings in den Gleisbau und Renovierungsarbeiten. "Der Bund lässt Salzburg verhungern", so Landtagsabgeordneter Helmut Naderer: "Denn auch für den Bahnhof Seekirchen- Süd gibt es wieder kein Geld."

21.10.2015, 07:06
Wolfgang Weber, Kronen Zeitung
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