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16.08.2017 - 19:28
Foto: Wolfgang Weber (Symbolbild)

Bagger legte Landesspital lahm

04.07.2015, 13:37
Es war eine kleine Panne bei Grabungen - doch sie genügte, um gleich zwei Spitäler in Salzburg für mehrere Stunden lahm zu legen.

Doch der Reihe nach: Am Freitag Nachmittag war ein Trupp Bauarbeiter in der Christian- Doppler- Klinik im Einsatz. Dabei kappte ein Bagger eine Hauptleitung für die gesamte EDV. Mit fatalen Folgen: Unmittelbar danach fielen die Computer sowohl in der Doppler- Klinik mit 546 Betten aus, als auch im St. Johanns Spital, das mit 1137 Betten das größere Krankenhaus im Verbund der SALK ist. Auf einen Schlag waren in beiden Spitälern für Mediziner und Pflegepersonal keine Daten über die Patienten mehr abrufbar. Weder Befunde aus dem Labor wie etwa von Blutproben, noch die sorgfältig abgespeicherten Bilder von Röntgen oder von Computer- und Magnetresonanztomografie. Nichts ging mehr, hieß es kurz vor 17 Uhr.

Das Rote Kreuz bekam intern die Anweisung, keine Patienten mehr in die beiden Spitäler zu bringen, alle wurden kurzfristig umgeleitet: Weil auch die interne Notfallambulanz in der Uniklinik nicht arbeiten konnte, wurden alle neuen Patienten sofort zu den Barmherzigen Brüdern am Kajetanerplatz gebracht. Die dortige INA übernahm die Betreuung. Auch Hubschrauber mit Opfern von Verkehrs- sowie Arbeitsunfällen wurden notgedrungen umdirigiert - anstatt in der Unfallchirurgie der SALK wurden die Patienten im Unfallkrankenhaus der AUVA versorgt. Inzwischen arbeiteten die sofort alarmierten Techniker der SALK auf Hochtouren: "Gegen 20 Uhr hatten sie die EDV- Probleme im Griff, der Betrieb lief wieder klaglos", sagt SALK- Sprecherin Mick Weinberger.

"Zum Glück ist das nicht Montag früh passiert"

Der Totalausfall dauerte trotzdem mehrere Stunden. Weinberger: "Glück, dass es am Freitag geschehen ist, wo nicht so viel los ist. Passiert das Montag früh, wenn auch alle Patienten kommen, die von Hausärzten überwiesen wurden, bricht Chaos aus." Dass alles so gut bewältigt wurde, sorgte bei Landes- Vize Christian Stöckl für Erleichterung: "Da zeigte sich, wie gut die Zusammenarbeit der Spitäler im Notfall funktioniert." Und wie wichtig UKH bzw. die Interne Notaufnahme bei den Brüdern als Absicherung sind.

04.07.2015, 13:37
Robert Redtenbacher, Kronen Zeitung
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