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17.08.2017 - 16:20
Daniel und seine Mama Alexandra können wieder lachen: Der Sechsjährige war nicht lange verschwunden.
Foto: FMT Pictures/Moser

Ausgebüxte Buben suchten im Wald einen "Schatz"

16.05.2017, 09:41

Große Suchaktion in Plainfeld: Zwei Buben, Alexander (5) und Daniel (6), waren am Mittwoch  bei einem Waldtag des Kindergartens ausgebüxt, um einen "Schatz" zu suchen. Sie verirrten sich aber. 70 Feuerwehrmänner und Polizisten suchten nach ihnen. Von der Crew des Polizeihubschraubers aus wurden sie schließlich rasch entdeckt.

43 Kinder aus Plainfeld im Alter zwischen drei und sechs Jahren hatten sich schon mächtig auf den Waldtag gefreut. Gemeinsam mit fünf Pädagoginnen und einer Mutter ging es in den an den Kindergarten angrenzenden Wald. Dort wollte man die ersten Frühlingsboten suchen und den Kleinen Wissenswertes über die heimische Natur erzählen. Die Kinder wurden unterwiesen, zusammen und immer bei den Pädagoginnen in Sichtweite zu bleiben. Denn 43 Sprösslinge sind im Wald gar nicht leicht zusammen zu halten, vor allem, wenn sie neugierig und aufgeregt sind. Die Freunde Daniel (6) und Alexander (5) beschlossen auf jeden Fall gegen 10.30 Uhr, ihren ganz eigenen "Frühlingsschatz" zu suchen und entfernten sich schließlich ein bisschen weiter von der Kindergruppe. Die beiden suchten unter Stämmen und Steinen nach bereits wachsenden Pflanzen. Bis sie schließlich bemerkten, dass sie sich zu weit entfernt hatten. Sie fanden nicht mehr zu den anderen Kindern und den Pädagoginnen zurück.

Kreuzbichler, Graf und Wass flogen mit dem Heli nach Plainfeld. Ihnen gelang die Ortung der Buben.
Foto: Markus Tschepp

Diese hatten mittlerweile das Verschwinden bemerkt. Anfangs versuchten die Frauen noch selbst nach den Kindern zu suchen, dann brachten sie aber sicherheitshalber die ganze Gruppe zurück in den nur Minuten entfernten Kindergarten. Von dort aus schlugen die Frauen, die sich riesige Sorgen machten, Alarm. Die Feuerwehren aus Plainfeld und Koppl beteiligten sich mit 35 Mann an der Suche. Auch die Polizei war im Einsatz. Rund 70 Helfer durchkämmten schließlich den Wald. Daniel und Alexander bekamen schließlich auch etwas Angst: "Plötzlich waren alle weg und wir wussten nicht mehr, wo es zurück geht", erzählte Daniel nach seiner Rettung.

"So etwas kann mal passieren"

Die Einsatzkräfte forderten inzwischen auch den Polizeihubschrauber an. Andreas Kreuzbichler, Christian Graf und Harald Wass überflogen den Wald beim Kindergarten gleich mehrmals. Kurz vor 12 Uhr entdeckten sie die Buben schließlich schon nahe der Westautobahn. Sie gaben den Standpunkt sofort durch. Ihre Polizei- Kollegen am Boden machten sich auf den Weg und konnten die Buben gegen 12.20 Uhr sicher wieder zurück bringen. Auch Daniels Mutter Alexandra Mahringer hatte sich schon auf die Suche gemacht. Sie war überglücklich, als sie ihren Jungen wieder in die Arme schließen konnte, ebenso wie die Mutter von Alexander. Die Kindergartenpädagoginnen machten sich große Vorwürfe. Bürgermeister Wolfgang Andreas Ganzenhuber beruhigte: "Sie haben alles richtig gemacht und waren so bemüht. So etwas kann einfach mal passieren." Ende gut, alles gut!

Manuela Kappes, Kronen Zeitung




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