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21.08.2017 - 14:06
Foto: Markus Tschepp

Aus für Möbelfabrik Schwaighofer in Straßwalchen

22.12.2010, 09:05
Die Pleite der Möbelfabrik Schwaighofer & Kirchtag hat die Gemeinde Straßwalchen (Bezirk Salzburg-Umgebung) vier Tage vor Weihnachten hart getroffen. "Dieser Konkurs tut so richtig weh", meint Bürgermeister Friedrich Kreil. "Vor allem für die Mitarbeiter ist es schlimm", erzählt Kreil, "weil auch die Schließung des Unternehmens beantragt ist."

Statt Weihnachtsfriede herrscht Hektik im Möbelwerk: Dienstag bat Masseverwalter Walter Aichinger die 66 Mitarbeiter zur Betriebsversammlung, am Mittwochnachmittag informieren dann Betriebsrat und Gewerkschaft die Opfer des Konkurses.

Das Anfang des 20. Jahrhunderts als kleine Tischlerei gegründete Unternehmen sitzt auf einem Schuldenberg von knapp 2,7 Millionen Euro. Der Betrieb soll laut Konkursantrag eingestellt werden, betroffen sind insgesamt 44 Arbeiter und 22 Angestellte, so der AKV (Alpenländischer Kreditorenverband) am Dienstag.

"Dieser Konkurs tut richtig weh"

"Der Konkurs nur vier Tage vor Weihnachten war ein harter Schlag", weiß Bürgermeister Friedrich Kreil. "Es gab zwar seit Wochen einige Gerüchte, und zuletzt baute der Betrieb einige Mitarbeiter ab – aber das Ende kam jetzt überraschend. Auch ich habe erst am Montagabend vom Konkurs erfahren", berichtet er im Gespräch mit der "Krone" und fügt hinzu: "Es ist wie vor ein paar Jahren beim Möbelhaus – dieser Konkurs tut richtig weh."

Die Pleite trifft die ganze Region, zwei Drittel der Arbeiter sind Pendler aus dem Grenzgebiet in Oberösterreich. "Viele haben Tränen in den Augen", sagt Gewerkschafter Gerhard Daskiewicz (Bild). Er weiß: "Die meisten Schwaighofer- Mitarbeiter sind seit Jahren dabei, viele haben als Lehrlinge hier angefangen. Für sie ist die Firma wie eine zweite Heimat, und die haben sie jetzt verloren."

Neustart frühestens im Frühling

Denn die Eigentümer haben zusätzlich zum Konkurs die Schließung des Betriebes beantragt. Die Gewerkschafter rechnen, dass sich frühestens im Frühling jemand für einen Neustart findet. Als Ursache für die Insolvenz nennt das Unternehmen die Wirtschaftskrise und Auftragseinbrüche vor allem in der zweiten Hälfte dieses Jahres.

So habe der Finanzplan für 2010 einen Umsatz von fünf Millionen Euro vorgesehen, tatsächlich wurden aber lediglich 330.000 Euro monatlich erwirtschaftet, womit das Soll um eine gute Million Euro verfehlt wurde. Nun ist die Zahlungsunfähigkeit eingetreten.

von Robert Redtenbacher (Kronen Zeitung) und salzburg.krone.at

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