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24.08.2017 - 10:38
Foto: Sepp Pail

Aus für den Bahnhof Ederbauer - Pendler kämpfen bis zuletzt

21.10.2009, 09:44
Der ÖBB-Haltestelle Ederbauer in Straßwalchen wird am 12. Dezember die letzte Stunde schlagen. Dann gilt der neue Fahrplan und die Züge rasen vorbei. Die betroffenen Pendler und ihr Sprecher Franz Berer geben trotzdem nicht auf. Für sie ist der historische Bahnhof der Dreh- und Angelpunkt in die Arbeitswelt.

Der neue Fahrplan der Österreichischen Bundesbahnen löst in ganz Salzburg Murren aus. Aus dem Oberpinzgau kommen Beschwerden der Pendler, genauso wie aus dem Gasteinertal. Auch Straßwalchen und die Pendler im Flachgau wird es treffen. Mit dem neuen Fahrplan wird der Bahnhof Ederbauer sterben.

Pendler fühlen sich hintergangen

Selbst Landes- Vize Wilfried Haslauer hat die Haltestelle an der Westbahn schon vor Wochen aufgegeben: "Die vorliegenden Zahlen machen es unmöglich, sie weiterzuführen." Franz Berer und rund 40 betroffene Pendler geben sich mit den Zahlen aber nicht zufrieden, ihnen geht es ums Prinzip.

"Unsere Bedürfnisse werden einfach ignoriert. Und das alles, um ein bis zwei Minuten auf der Westbahnstrecke einzusparen. Das tut weh", so der Vater, der täglich in die Stadt Salzburg pendelt. Er fühlt sich im wahrsten Sinne des Wortes hintergangen. "Wir werden weder richtig informiert, noch in die Lösungsmöglichkeiten miteinbezogen", sagt Berer.

Verlängerung der S- Bahn abgelehnt

Grund für die neuerliche Aufregung: Auch die Verlängerung der S- Bahn um zirka zehn Kilometer wurde abgelehnt - wegen der hohen Kosten.  "Viele von uns werden sich um Alternativen umsehen müssen. Dann bleiben nur noch wenige, die auf den Zug angewiesen sind, und dann heißt es, es wären zu wenige direkt Betroffene", beschwert sich Berer. Vom Management der ÖBB zeigen sich die Pendler bitter enttäuscht: "Es ist auf jeden Fall das falsche Signal, wegen zwei Minuten einen für uns lebenswichtigen Bahnhof zu schließen."

Dazu kommen Gerüchte, dass im kommenden Jahr die Westbahnstrecke an dieser Stelle begradigt werden soll, also auch neue Gleise kommen. "Dann könnten die Züge auf den alten Gleisen bei uns wieder halten, ohne andere aufzuhalten. Nur: Wenn der Bahnhof erst einmal weg ist, ist er für immer weg", ist Berer überzeugt.

Kronen Zeitung
Symbolbild

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