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13.08.2017 - 07:34
Zwar stand van der Bellen unter Personenschutz, brenzlig war es am Gaisberg aber nicht.
Foto: Elisabeth Schmidt

Auf Wanderschaft mit Wählern und Wachschutz

16.10.2016, 10:40

Erst als die dampfende Kasknödelsuppe vor ihm stand, gönnte sich Alexander van der Bellen auf der Rauchenbühelhütte der Naturfreunde eine kleine Pause. Hinter ihm lag eine eineinhalbstündige Wander- Tour mit rund 30 Journalisten und vor allem jungen Unterstützern entlang dem Gaisberg- Rundwanderweg.

Das zerrte durchaus. Hunderte Fragen, Dutzende Fotos und vereinzelt auch Autogrammwünsche - der Bundespräsidentschaftskandidat stand unter Dauerbeobachtung. Allerdings nicht ganz freiwillig: Denn auf Schritt und Tritt folgten ihm die wachsamen Augen von Personenschützern. Sicherheitshalber behördlich verordnet, heißt es aus seinem Wahlkampf- Team. Gerne spricht man nicht über die polizeiliche Maßnahme, die durch Morddrohungen im Internet leider notwendig wurde. Denn einerseits präsentiert sich van der Bellen gerne als Kandidat zum Anfassen, andererseits sind da immer diese Herren mit ernster Miene, die jeden kritisch beäugen, der sich ihm plötzlich nähert.

Mit der Cobra auf die Alm: Betont unauffällig

Selbst als van der Bellen seine Suppe löffelte, behielten sie ihn von einem Nebentisch aus im Auge. Betont unauffällig in Freizeitkleidung, keine Schutzwesten, keine sichtbaren Waffen. Alles schön dezent. Trotzdem dürfte der Termin am Samstagvormittag eher zu den angenehmeren Pflichten des 72- Jährigen gehören. Initiiert hatte seinen Besuch übrigens Salzburgs ehemalige Landeshauptfrau Gabi Burgstaller.

Burgstaller und VdB: "Alte Bekannte"

Sie gehört zu seinem Personenkomittee und kennt van der Bellen schon seit rund 30 Jahren, wie sie der "Krone" verrät: "Ich habe ihn einst für meine Diplomarbeit über ein verfassungsrechtliches Thema interviewt." Burgstaller, damals noch blutjunge Jus- Studentin, reiste dafür nach Wien, wo van der Bellen als Universitätsprofessor lehrte. Nun war sie diejenige - drei Jahrzehnte später - die ihm etwas erklären konnte. Denn dort auf dem hölzernen Steg am Rundweg hat man einen herrlichen Ausblick über die Mozartstadt und Burgstaller gefiel sich in der Rolle der Fremdenführerin, zeigte ihm die Festung und die benachbarten Berge. "Ein bisschen wie das Matterhorn schaut der aus", staunte van der Bellen beim Anblick des Watzmanns. Die Fotografen hielten den Augenblick fleißig mit ihren Kameras fest: "Ach!" Klick. "Oh!" Klick. "Wie schön!" Klick.

Für den Hofburg- Kandidaten sind diese Gipfel allesamt noch jungfräulich. Nur an eine einzige Wanderung im Salzburger Land kann er sich im "Krone"- Gespräch erinnern. In der Nähe von St. Johann im Pongau war das. Aber das Panorma überzeugte wohl: Denn noch auf der Rauchenbühelhütte füllte van der Bellen spontan einen Mitgliedsantrag der Naturfreunde aus. Schweißtreibend war die Tour für den Stadtmenschen nicht: "Das geht man ja mit links, da war ja nur ein einzelnes, steileres Stück", sprach er und nahm einen letzten Zug von seiner Zigarette. Sogleich tauchte einer seiner Mitarbeiter neben ihm auf und ließ den Stummel schnell in einem kleinen Aschenbecher verschwinden. Alles schön dezent.

16.10.2016, 10:40
Anna Dobler, Kronen Zeitung/red
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