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20.08.2017 - 23:52
Foto: ANDI SCHIEL

Auch Warnschüsse können Einbrecher in Sbg nicht stoppen

28.01.2013, 08:42
Trotz des raschen Einsatzes der Polizei ist ein Einbrecher in Salzburg-Gneis entkommen. Die Beamten hatten einen verdächtigen Radfahrer kontrollieren wollen. Dieser fuhr aber davon. Selbst als die Polizisten zwei Warnschüsse in die Luft abgaben, strampelte er weiter. Er ließ lediglich die Beute fallen.

Der vorerst unbekannte Täter dürfte am Samstag kurz vor 18 Uhr in ein Einfamilienhaus in der Nikolaus- von- Nissen- Straße eingestiegen sein. Er raffte Bargeld sowie Gold- und Silbermünzen an sich und flüchtete. Wenige Minuten später kamen die Bewohner nach Hause. Sie entdeckten die durchwühlten Schränke und schlugen sofort bei der Polizei- Notrufzentrale Alarm.

Zwei Kripobeamte waren binnen Minuten vor Ort und durchkämmten die Umgebung. In der Thumeggerstraße fiel ihnen ein dunkel bekleideter Radfahrer auf. Die Beamten wollten ihn anhalten und kontrollieren. Doch der Radfahrer ignorierte die Polizisten und trat noch heftiger in die Pedale. Die Polizisten entschieden daraufhin, zwei Warnschüsse in die Luft abzugeben.

"Psychologisches Mittel" wirkte nicht

"Das ist ein psychologisches Mittel, um einen Verdächtigen, der alle Anhalteversuche ignoriert, durch den Schreck doch noch stoppen zu können", erläuterte Polizeisprecherin Irene Stauffer der "Krone".

Die Schüsse ließen den Mann aber offenbar ungerührt. Er warf lediglich seinen Rucksack weg. Und das vermutlich auch nur, um noch schneller flüchten zu können. Die Polizisten verloren den Mann schließlich aus den Augen. Der Verdächtige ist sportlich und schlank. Nach ihm wird jetzt intensiv gefahndet.

Beute den Opfern zurückgegeben

Den Rucksack konnten die Beamten sicherstellen. Darin befanden sich das Bargeld sowie die Gold- und die Silbermünzen vom Einbruch. Die Beute wurde den Opfern zurückgegeben. Nach dem Vorfall fühlen sich die Bewohner in Gneis aber doch etwas verunsichert. In der Gegend wurde bisher nur selten eingebrochen.

"Niemand braucht Angst zu haben", versicherte dagegen die Polizei. Man habe die Situation im Griff und werde ab sofort vor allem in den Abendstunden verstärkt Streifen in das große Wohngebiet schicken.

28.01.2013, 08:42
Manuela Kappes, Kronen Zeitung
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