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21.08.2017 - 22:16
Foto: APA/BARBARA GINDL

Anleger um 4,5 Mio. € betrogen: Prozess zwölf Jahre danach

05.09.2010, 03:47
Die Mühlen der Justiz mahlen langsam, aber sie mahlen - ein Spruch, der trefflich zu diesem Verfahren passt: Ab Dienstag müssen sich in Salzburg drei frühere Geschäftsführer zweier Anlagefirmen vor Gericht verantworten, die vor zwölf (!) Jahren in U-Haft landeten. Vier Staatsanwälte haben seither den Akt bearbeitet.

Am 6. Juni 1998 berichtete die "Salzburger Krone" unter dem Titel "Anlageskandal: drei Verhaftungen": 120 Salzburger und bayrische Polizisten waren bei der Hausdurchsuchung in den Räumen der dubiosen Anlagefirma "Protectas" und in den Wohnungen der Verdächtigen im Einsatz. Allein in Salzburg gibt es Anzeigen von 200 Opfern. Jetzt wurden die österreichischen Brüder Michael (30) und Thomas M. (29) sowie der der Spanier David L. (28) verhaftet.

227 Opfer um 4,5 Millionen Euro betrogen

Jetzt, zwölf Jahre später, sollen sich die drei damaligen Geschäftsführer der "Protectas Vermögensberatung GmbH" mit Sitz in Duisburg und Salzburg sowie der "Primus Consulting" in Piding im bayrischen Grenzraum wegen schweren gewerbsmäßigen Betruges verantworten. Laut der 56 Seiten dicken Anklageschrift wurden 227 Opfer um insgesamt 4,5 Millionen Euro geschädigt. Der gesamte Gerichtsakt umfasst tausende Seiten, zusammengefasst in 63 Bänden.

Anfang 1998 waren die ersten Anzeigen bei der Wirtschaftspolizei eingegangen. Von "Protectas" und "Primus" angeheuerte Mitarbeiter hätten per Telefon, was laut OGH sittenwidrig und verboten ist, Kunden für Optionsgeschäft gekeilt, ohne sie auf die Risiken hinzuweisen. Vom Vermögen sei dann nur ein Bruchteil veranlagt worden, den Rest hätten die "Vermögensberater" eingestreift. Die Kunden seien auch mit gefälschten Kontoauszügen der Chase Manhattan Bank in New York getäuscht geworden.

Richterin Karoline Edtstadler hat vorerst drei Verhandlungstage anberaumt.

von Manfred Heininger, Kronen Zeitung

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