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26.09.2017 - 23:49
Die betroffene Siedlung in Mittersill: Die Mieten steigen jedes Jahr eklatant an.
Foto: Gabi Ruetz

Ältere Wohnungen: Lässt Land die Mieter im Stich?

19.08.2016, 22:32

Das Problem ist als "Fehler" der früheren Wohnbauförderung bekannt: Die Mietpreise schrauben sich bei älteren Wohnungen mit jedem Jahr weiter nach oben. Landesrat Hans Mayr versprach eine Mietenstützung, ein Modell dafür ist aber noch ausständig. Bewohner in Mittersill fürchten, dass sie um den Zuschuss umfallen.

Vor 20 Jahren wurden die Häuser mit insgesamt 24 Wohnungen an der Felberstraße in Mittersill gebaut. Und die jährlichen Erhöhungen aufgrund der Rückzahlungen haben es in sich: Realisiert wurde das Projekt in Baurecht, was alles verteuerte. Bewohnerin Gabriele Ruetz muss für ihre 90 Quadratmeter- Wohnung 1050 Euro hinblättern. Froh ist sie, dass bis jetzt die "Heimat Österreich" einsprang und heuer noch einen Zuschuss von 85 Euro monatlich gewährt. "Wir haben dort eine vorrübergehende Hilfe gegeben. Ab 2017 ist aber das Land am Zug", informiert Heimat Österreich- Direktor Karl Huber. Und eine Lösung hängt weiter in der Luft. Die Bewohner befürchten, dass ihre Kosten bei der nächsten Abrechnung explodieren werden. Landesrat Mayr vertraut Ruetz nicht mehr: "Politiker sollten eigentlich ihr Wort halten", ist sie enttäuscht.

Auch Bürgermeister Wolfgang Viertler erreichten schon Umzugswünsche in billigere Wohnungen. Und er versteht die Sorgen. "Wir können nicht verlangen, dass Mieter bei uns am Land 13 Euro pro Quadratmeter hinblättern müssen. Wer soll sich das noch leisten können?", schimpft er über zu hohe Belastungen. Die Preise fürs Wohnen werden auch durch enorme Bauanforderungen und eine Vielzahl an Normen extrem nach oben geschraubt. Dazu kommen für Bewohner am Land noch hohe Kosten für die Mobilität. Landesrat Hans Mayr steht doppelt unter Druck:

Noch keine Rückzahlung durch Gemeinnützige

Er handelte ursprünglich den Deal aus, dass der Zuschuss für Altmieten an eine vorzeitige Rückzahlung von Förderungsgeldern durch die Gemeinnützigen gekoppelt ist. Weil noch kein Modell am Tisch liegt, warteten sie bisher zu. Eine Verordnung für die Rückzahlung - es geht um rund 500 Millionen - ist aber nur bis Ende des Jahres gültig."Wir arbeiten daran", verspricht Mayr, der eine Art zweiter Wohnbeihilfe vorschlägt. Ursprünglich hätten die "Alt- Mieten" automatisch über die Gemeinnützigen gestützt werden sollen, dabei kam aber das EU- Recht in die Quere. Mietpreis und Einkommen sollen Kriterien für den neuen Zuschuss sein. Details will Mayr demnächst vorlegen.

19.08.2016, 22:32
Sabine Salzmann, Kronen Zeitung/red
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