Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
16.08.2017 - 17:44
Foto: © 2010 Photos.com, a division of Getty Images

82- Jährige verliert durch "Nichtentrick" 31.700 Euro

14.04.2011, 12:03
Trotz wiederholter Warnungen der Polizei fallen gerade Pensionisten älteren Jahrgangs immer wieder auf "Nichten- und Neffenbetrüger" herein. So wurde etwa eine 82-jährige Salzburgerin am Mittwoch zum Opfer einer vermeintlichen "Großnichte Barbara" - diese bat am Telefon um 31.700 Euro für einen Hausbau. Die Pensionistin hob die Summe bei ihrer Bank umgehend ab und übergab das Geld einer unbekannten Frau, die sich als Botin der Nichte ausgegeben hatte.

Dass die Salzburgerin ihre 31.700 Euro je wieder bekommt, ist nicht sehr wahrscheinlich. "Die Anrufer sitzen meist im Ausland und bleiben oft im Dunklen", erklärte der Leiter des Landeskriminalamtes Salzburg, Albert Struber, am Donnerstag. Die Personen, die zu den Geldübergabe- Terminen erscheinen, bezeichnete der Oberst als "ferngesteuerte Geldboten". Sie würden die Hintermänner oft nicht kennen. "Meistens erfahren wir über die Tat erst, wenn der Schaden schon eingetreten ist. Die Ermittlungen sind dann schwierig."

Exekutive rät zu Sofort- Abbruch der Telefonate

Immerhin wurden am Mittwoch weitere fünf Salzburger, die ähnliche Anrufe erhielten, misstrauisch und verständigten die Polizei. Die Exekutive rät potenziellen Opfern, die Telefonate sofort abzubrechen. Sie sollten den vermeintlichen Verwandten anrufen und mit Fangfragen testen, ob der Gesprächspartner auch tatsächlich der ist, für den er sich ausgibt. Keinesfalls sollte man sich bei einem Treffen mit Vertretern des Verwandten abgeben.

Letzte Hochphase der Betrüger vor zwei Jahren

Vor zwei, drei Jahren seien Neffen- und Nichtenbetrüger in Österreich massiv aufgetreten, sagte Oberst Struber. Die Kriminalbeamten hätten einiges an Erkenntnissen gewonnen, Kontakt mit Ermittlern aus Deutschland aufgenommen und auch vereinzelt Boten erwischt. "Die intensive Phase war von 2007 bis Sommer 2010", erklärte Gerhard Hager, leitender Sachbearbeiter im Kriminalreferat des Stadtpolizeikommandos Salzburg. "Wir hatten in der Stadt Salzburg oft 20 Anrufer an einem Tag."

Innerhalb der vergangenen drei Jahre ist in Salzburg nur ein Geldabholer festgenommen worden, und zwar im April 2010. Diese Person wurde bereits gerichtlich verurteilt und nach Polen abgeschoben. Danach flaute die Betrugswelle ab. Von Oktober bis Ende Dezember 2010 wurde in der Stadt Salzburg kein Fall einer Geldübergabe bekannt. Seit Jahresbeginn verzeichnete das Kriminalreferat rund 20 Anzeigen von bedenklichen Anrufen.

Symbolbild

Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum